AstraZeneca Impstoff (Foto: SR)

Wohin mit 6000 Impfdosen AstraZeneca?

Steffani Balle / Onlinefassung: Thomas Braun   28.07.2021 | 18:01 Uhr

Das Saarland hat noch 6000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca eingelagert. Noch immer ist nicht geklärt, was damit passieren soll. Das Ministerium befinde sich noch in Absprache mit dem Bund, teilt die Pressestelle des Gesundheitsministeriums mit.

Gesundheitsministerin Monika Bachmann (CDU) hatte sich massiv dafür eingesetzt, die übrig gebliebenen Impfdosen in Länder zu verschicken, die dringend auf Impfstoff angewiesen sind. Wegen der zu geringen Menge lehnte der Bund das allerdings ab. Eine endgültige Klärung über den Verbleib der 6000 Astra-Dosen steht also noch aus, während das Verfallsdatum immer näher rückt. Laut saarländischem Gesundheitsministerium laufen die Dosen schon Ende der Woche ab.

Von den anderen Impfstoffen von Biontech, Moderna und Johnson&Johnson habe man bislang keine einzige Dosis wegwerfen müssen, teilt das Ministerium auf SR-Anfrage mit.

Kaum Impfstoff weggeworfen

Auch bei den niedergelassenen Ärzten sei alles, was bestellt und geliefert worden ist, zu fast 100 Prozent verimpft worden, sagt der Impfkoordinator der Kassenärztlichen Vereinigung, Joachim Meiser. Das sei auch einer Impfbörse zu verdanken, in die Ärzte eintragen können, wenn sie Reste haben. Diese würden in den allermeisten Fällen noch am selben Tag vermittelt.

Verwurf gebe es maximal durch angebrochene 10er-Fläschchen, wenn Patienten nicht zum vereinbarten Impftermin erschienen. Das sei aber eher die Ausnahme als die Regel, so Meiser abschließend.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 28.07.2021.

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