Verschiedene Führerscheinvarianten (Foto: picture alliance / dpa | Oliver Berg)

Erste Umtauschphase für alte Führerscheine steht an

  16.05.2021 | 12:59 Uhr

Ab dem kommenden Jahr verlieren ältere Führerscheine nach und nach ihre Gültigkeit. Sie müssen durch einen EU-Führerschein ersetzt werden. Da es coronabedingt zu Wartezeiten kommen kann, empfiehlt das Verkehrsministerium, sich frühzeitig mit der Führerscheinstelle in Verbindung zu setzen.

Alle vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Führerscheine müssen in den nächsten Jahren umgetauscht werden. Nach ADAC-Angaben sind das bundesweit rund 43 Millionen Führerscheine. Mit der großen Umtauschaktion sollen die Führerscheine europaweit vereinheitlicht und fälschungssicherer werden.

Video [aktueller bericht, 17.05.2021, Länge: 2:58 Min.]
Führerschein: Umtauschaktion beginnt

Frist für Jahrgänge 1953 bis 1958 endet Anfang 2022

"Führerscheine sollen einheitlich und fälschungssicher werden"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner / Frank Finkler, 17.05.2021, Länge: 03:03 Min.]
"Führerscheine sollen einheitlich und fälschungssicher werden"

Der Umtausch erfolgt gestaffelt nach Ausstellungsjahr und Geburtsjahr. Im Januar 2022 läuft die Frist für die Jahrgänge 1953 bis 1958 ab, deren Führerschein vor dem 31. Dezember 1998 ausgestellt wurde. Wer danach mit dem alten Führerschein unterwegs ist, riskiert ein Verwarnungsgeld. Im Ausland drohen zudem Probleme, weil etwa die Weiterfahrt mit dem Pkw untersagt werden könnte.

"Die jetzt anstehende erste Phase des Umtauschaus bedeutet zu Corona-Zeiten auch für die Führerscheinstellen des Landes eine besondere Herausforderung", teilte das saarländische Verkehrsministerium mit. Wartezeiten könnten nicht ausgeschlossen werden. Betroffene sollten sich daher vorab bei ihren jeweils zuständigen Kommunen über die Vorgehensweise beim Führerscheinumtausch erkundigen.

Fristen für nach 1971 Geborene laufen ab 2025 ab

Die Jahrgänge 1959 bis 1964 müssen ihre bis 1998 ausgestellten Führerscheine spätestens bis Januar 2023 getauscht haben, ein weiteres Jahr später läuft die Frist für die Jahrgänge 1965 bis 1970 ab. Ab Januar 2025 müssen dann auch alle Jüngeren ihren Papierführerschein getauscht haben. Ab 2026 laufen dann die Fristen für Inhaber von Kartenführerscheinen ab. Wer vor 1953 geboren ist, hat bis Januar 2033 Zeit.

Umtauschfrist nur für Personen mit Wohnsitz in Deutschland

Nach ADAC-Angaben werden die Führerscheine ohne Prüfung oder Gesundheitsuntersuchung umgetauscht. Wer seinen Wohnsitz im Ausland hat, ist laut ADAC von den Umtauschfristen in Deutschland nicht betroffen. Betroffene sollten sich mit den Behörden in ihrem Wohnort in Verbindung setzen.

Der neue Führerschein kostet rund 25 Euro - zuzüglich der Kosten für ein biometrisches Passfoto.

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