Fahrradfahrer auf Radweg (Foto: dpa)

Konkrete Planungen für neuen Freizeitweg gestartet

  23.08.2017 | 15:47 Uhr

Der Landkreis St. Wendel hat offiziell mit der Umsetzung des Freizeitweges Freisen-Nohfelden-Nonnweiler begonnen. Die Projektsteuerung und –planung wurde nach Angaben des Landkreises an das Velobüro Saar vergeben. Das Land fördert den Ausbau des Weges ebenfalls.

Der Weg soll behindertengerecht sein und vielen Nutzergruppen zur Verfügung stehen. Deshalb sei nur ein Ausbau in Asphalt in Frage gekommen, teilte der Landkreis mit. Die Kosten für den Ausbau betragen voraussichtlich fünf Millionen Euro.

Radweg soll Sehenswürdigkeiten verbinden

Landrat Udo Recktenwald sieht darin gut angelegtes Geld. "Der 30 Kilometer lange Freizeitweg wird ein saarlandweites Highlight. Wir sind sicher, dass dieser landschaftlich herausragende Weg zu einem Erfolgsmodell werden wird mit dem wir zusätzliche Wertschöpfung erzielen können", erklärte er.

Dieser Ansicht ist auch Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger. Das Land fördert den Ausbau mit 70 Prozent.

Mit dem Radweg, der größtenteils über eine stillgelegte Bahntrasse führt, sollen Sehenswürdigkeiten und Freizeiteinrichtungen in den Gemeinden, wie zum Beispiel der Bostalsee oder der Nationalpark Hunsrück-Hochwald, miteinander verbunden werden.

VCD und Lutze kritisieren Pläne

Die Pläne für einen Freizeitweg auf der stillgelegten Bahnstrecke sorgen aber auch für Kritik. Der Verkehrsverband VCD bemängelte bereits im Juli, dass durch den Freizeitweg Eisenbahninfrastruktur vernichtet wird. Dieser Kritik schloss sich auch der Linken-Bundestagsabgeordnete Thomas Lutze an.

Der VCD hatte als Alternative vorgeschlagen, den Wander- und Radtourismus mit dem touristischen Bahnbetrieb zu kombinieren. Dafür müsse aber die Bahnstrecke erhalten und parallel dazu ein Radweg ausgebaut werden.

Auch Lutze sieht nur in dem gemeinsamen touristischen Ausbau von Bahnstrecke und Radweg einen Gewinn. Nur das würde helfen, weitere Gäste ins Saarland zu locken. Attraktive Radwege allein gebe es schon zuhauf.

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