Moderne elektronische Kasse im Einzelhandel (Foto: picture alliance/dpa/Daniel Karmann)

Gesicherte Kassensysteme ab April Pflicht

  22.12.2020 | 10:46 Uhr

Unternehmen im Saarland müssen bis zum 31. März kommenden Jahres ein abgesichertes Kassensystem in Betrieb genommen haben. Darauf hat das Finanzministerium gegenüber dem SR hingewiesen. Eigentlich war die Frist bereits am 1. Oktober abgelaufen, aber verlängert worden.

Nach seit Januar 2020 geltendem Recht sind Unternehmen verpflichtet, ihr elektronisches Kassensystem mit einer „Technischen Sicherheitseinrichtung“ (TSE) auszurüsten, also einem Modul, das eine lückenlose und unveränderbare Aufzeichnung aller Kassenvorgänge dient. Das und die damit einhergehende Bonpflicht sollen Steuerhinterziehung im großen Umfang vermeiden.

Frist unter Auflagen verlängert

Wegen der Corona-Pandemie war die Frist für den Einbau dieser Systeme verlängert worden – allerdings unter Auflagen. So mussten Unternehmen bis Ende September einen Kassenfachhändler, -hersteller oder Dienstleister mit dem Einbau einer TSE beauftragt haben. Dieser wiederum muss schriftlich versichern, dass der Einbau bis zum 30. September nicht möglich war.

Gleiches gilt für cloudbasierte Systeme. Die Implementierung, so das Ministerium weiter, sei schnellstmöglich abzuschließen.

Keine Verstöße

Rechtswidriges Verhalten hat das Ministerium bei den Unternehmen trotz der verlängerten Frist nicht festgestellt. Bei etwas mehr als 130 „Kassennachschauen“ hätten Betriebsprüfer keine Verstöße gegen die Bonpflicht festgestellt. Zur Akzeptanz bei den Unternehmen habe beigetragen, dass die Bons auch digital bereitgestellt werden können.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 22.12.2020 berichtet.

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