Symbolbild: IHK Saar (Foto: SR / Felix Schneider)

Jedes dritte Unternehmen befürchtet Jobabbau

  27.03.2020 | 14:42 Uhr

Rund 40 Unternehmen im Saarland gehen davon aus, dass sie durch die Auswirkungen der Coronapandemie Jobs abbauen müssen. Das geht aus einer Blitzumfrage der Industrie- und Handelskammer des Saarlandes (IHK) hervor. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen wünscht sich außerdem Nachbesserungen bei den Soforthilfen.

Die saarländische Wirtschaft leidet unter den Auswirkungen der Coronapandemie. Rund 80 Prozent der befragten Unternehmen haben teils erhebliche Umsatzeinbußen zu verkraften. Jedem vierten fehlt demnach mehr als die Hälfte des bisherigen Umsatzes. Besonders betroffen sind der Handel sowie Hotellerie und Gastronomie. Die Behörden hatten deren Schließung angeordnet, um die Corona-Ausbreitung zu bremsen.

Die Coronakrise könnte sich auch auf die Personalsituation im Saarland auswirken. Rund ein Drittel der befragten Unternehmen geht davon aus, dass sie Personal abbauen müssen. Sorgen vor einer drohenden Insolvenz haben insgesamt acht Prozent der Unternehmen. In einzelnen Branchen sind die Existenzängste größer: In der Hotellerie und Gastronomie befürchten vier von fünf Unternehmen eine Insolvenz.

Politik soll nachbessern

Die von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen wurden laut Umfrage weitgehend positiv beurteilt. Beim Soforthilfeprogramm des Landes aber wünsche sich eine große Mehrheit deutliche Nachbesserungen von der Politik, teilte der IHK-Hauptgeschäftsführer Heino Klingen mit. Nachbessern sollte die Politik nach Ansicht der Unternehmen außerdem beim Kurzarbeitergeld, bei steuerlichen Hilfen und bei den Kreditprogrammen.

An der Umfrage der IHK nahmen zwischen dem 24. und dem 27. März insgesamt 120 saarländische Unternehmen mit 42.000 Beschäftigten teil.  

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