Hubert Ulrich (Foto: Imago/BeckerBredel)

Grünen-Landesliste könnte erneut angefochten werden

  18.07.2021 | 15:11 Uhr

Die neue Listenaufstellung bei den saarländischen Grünen hat wahrscheinlich ein juristisches Nachspiel. Der frühere Parteichef Hubert Ulrich kündigte zivilrechtliche Schritte an.

Der frühere Parteichef Hubert Ulrich hat nach der Listenaufstellung der Grünen juristische Konsequenzen angekündigt. Er verwies darauf, dass die Delegierten aus seinem Ortsverband Saarlouis bei der Wahl der Kandidaten für die Bundestagswahl nicht mitstimmen durften. Dies bezeichnete Ulrich als rechtswidrig.

Der Bundesvorstand habe "ein Drittel des Parteitages mit fadenscheinigen Begründungen ausgeladen". Demokratie sei mit Füßen getreten worden. "Wir werden vor Zivilgerichte ziehen müssen", so Ulrich.

Ulrich: "Wir werden vor Zivilgerichte ziehen müssen."
Video [SR.de, (c) SR, 18.07.2021, Länge: 00:29 Min.]
Ulrich: "Wir werden vor Zivilgerichte ziehen müssen."

Große Unruhe vor zweiter Listenaufstellung

Am Samstag war die die Sprecherin der Grünen Jugend Saar, Jeanne Dillschneider, als neue Spitzenkandidatin der Saar-Grünen für die Bundestagswahl gewählt worden.

Zuvor hatte es große Unruhen in der Partei gegeben. Der Vorstand hatte die erneute Listenaufstellung am Freitag zunächst abgesagt. Dann hatte sich der Bundesvorstand der Partei eingeschaltet und die Durchführung des Parteitages erzwungen. Beim ersten Parteitag war Hubert Ulrich auf Listenplatz Eins gewählt worden.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 18.07.2021.

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Jeanne Dillschneider ist Spitzenkandidatin der Saar-Grünen

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