Polizisten begleiten Fußballfans der gegnerischen Mannschaft bis zum Bahnhof. (Foto: Picture alliance/dpa/KUNZ/Martin H. Hartmann)

Polizisten haben mehr als 242.000 Überstunden

  14.03.2019 | 11:52 Uhr

Die saarländischen Polizisten haben allein im vergangenen Jahr mehr als 94.000 Überstunden geleistet. Das waren zwar deutlich weniger als im Vorjahr, über die Jahre haben sich aber mehr als 242.000 Überstunden angesammelt.

2018 haben die insgesamt rund 3300 saarländischen Polizisten mehr als 100.000 Überstunden abgebaut - die meisten durch Freizeitausgleich. Rund 17.000 Stunden Mehrdienst wurden aber auch finanziell vergütet. Trotzdem sind die Überstundenkonten weiterhin gut gefüllt. Sie belaufen sich - je nach Dienststelle - pro Kopf auf bis zu 677. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor.

Überstunden vor allem bei Fußballspielen

Bei der Frage nach den Ursachen für Überstunden verweist die Landesregierung vor allem auf Einsätze bei Fußballspielen. Vor allem bei Regionalligaspielen fallen demnach überdurchschnittlich viele Mehrdienststunden an. In der Saison 2017/2018 gab es bei 70 Fußballspielen Polizeieinsätze. Die Polizisten leisteten dabei insgesamt mehr als 23.000 Überstunden. In der laufenden Saison fielen bis Ende Dezember bei 39 Spielen bereits mehr als 10.000 Stunden an.

Viele Einsätze in anderen Bundesländern

Auch durch Unterstützungseinsätze in anderen Bundesländern wurde das Überstundenkonto der saarländischen Polizei kräftig gefüllt. Fast 9700 Mehrdienststunden kamen dabei zusammen, die meisten beim Bundesparteitag der AfD Ende Juni in Augsburg und fast 1900 in der Sonderkommission "Schwarzer Block", die sich mit dem G-20 Gipfel 2017 in Hamburg befasst.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.03.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen