Impfung wird vorbereitet (Foto: SR)

Einsatzkräfte profitieren von überschüssigen Impfdosen

  21.01.2021 | 20:18 Uhr

In den drei saarländischen Impfzentren werden im Moment mehrere Hundert Menschen geimpft. Ist der Impfstoff erst einmal für die Impfung vorbereitet, muss er auch schnell verimpft werden. Und dabei können am Abend Spritzen übrig bleiben - die dann unter anderem an den Rettungsdienst verteilt werden.

Aus jeder Impfdose können sechs Spritzen gezogen werden. Wird am Abend noch eine Dose geöffnet, weil noch ein Impfberechtigter einen Termin hat, bleiben fünf Spritzen übrig, die schnell verimpft werden müssen.

Was am Tagesende aus übriggebliebenen Corona-Impfstoff wird
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 21.01.2021, Länge: 02:35 Min.]
Was am Tagesende aus übriggebliebenen Corona-Impfstoff wird

Kein Impfstoff wird weggeworfen

Dabei kommen unter anderem die Angestellten des Impfzentrums zum Zuge, wie der administrative Leiter des Impfzentrums Süd, Peter Thiel, erklärt. Oder es werden über den Rettungszweckverband Einsatzkräfte, die der ersten Kategorie angehören, kurzfristig zum Impfen eingeladen. Es werde kein Impfstoff weggeworfen und es werde keiner, der nicht der Priorität Eins angehört, damit geimpft, versichert Thiel.

Für den Rettungszwecksverband ist die Vereinbarung eine Win-Win Situation. Die Impfberechtigten auf den Rettungswagen bekämen so teilweise einen früheren Termin.

Die Organisation läuft über die Leitstelle. Dort wird zum Beispiel geprüft, welche Rettungswagen gerade in der Nähe sind. Auch kann die Leitstelle sicherstellen, dass dieser Rettungswagen nicht gerade für einen Notfall gebraucht wird. Bisher sei aber nur eine kleine zweistellige Zahl der Mitarbeiter an vorderster Front auf diese Weise geimpft worden.

Über dieses Thema berichtete der aktuelle bericht im SR Fernsehen am 21.01.2020.

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