Krankenhäuser im Saarland: Caritas Krankenhaus in Lebach (Foto: Pasquale D’Angiolillo)

Tauziehen um Lebacher Krankenhaus

Nelly Theobald   09.06.2020 | 18:40 Uhr

Die Knappschaftsklinikum Saar GmbH will das Lebacher Krankenhaus übernehmen, sanieren und ausbauen. Dazu reichte das Unternehmen beim Gesundheitsministerium ein Konzept ein. Der jetzige Träger CTT will aber gar nicht verkaufen.

Die schwierige Krankenhauslandschaft im Saarland
Audio [SR 3, Studiogespräch: Gerd Heger/Steffani Balle, 09.06.2020, Länge: 03:09 Min.]
Die schwierige Krankenhauslandschaft im Saarland

Das Knappschaftsklinikum-Konzept für das Lebacher Krankenhaus klingt so: Die Mitarbeiter sollen übernommen werden, Ziel sei ein hochmodern ausgerichtetes Krankenhaus, das nicht nur für Patienten, sondern auch für das medizinische Personal große Attraktivität biete.

Medizinische Schwerpunkte der Klinik sollten ein Neurovaskuläres Zentrum zur Schlaganfallversorgung, wie an der Uniklinik und im Klinikum Saarbrücken, sowie Abteilungen der Inneren Medizin, Unfallchirurgie und Allgemein- und Viszeralchirurgie sein.

Eins von sieben Konzepten

In dem Konzept schreibt die Knappschaftsklinikum Saar GmbH, dass sie die Hälfte der Kosten aufbringen könnte. Das Land müsste die andere Hälfte tragen. Alternativ schlägt das Unternehmen vor, in Wadern eine Klinik mit 120 Betten zu bauen.

Das Konzept ist eines von insgesamt sieben, die mittlerweile für das Nordsaarland beim Gesundheitsministerium vorliegen. Dieses plant die Krankenhauslandschaft.

CTT will nicht verkaufen

Der jetzige Träger des Lebacher Krankenhauses, die CTT, will dieses nach eigenen Angaben nicht verkaufen. Die Geschäftsführung teilte mit, man verfolge ein strategisches Gesamtkonzept für den Standort in Lebach. Dieses sei dem Gesundheitsministerium kürzlich vorgelegt worden.

Die CTT habe sich klar zum Erhalt des Krankenhauses positioniert. Insofern bestehe kein Interesse daran, den Standort in Lebach nicht eigenständig weiterzuführen oder gar zu verkaufen.

Mit einer Entscheidung zum Standort ist erst im Herbst zu rechnen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 09.06.2020 berichtet.

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