Bosch, Homburg (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Bosch: Bessere Geschäfte, aber trübe Aussichten

Karin Butenschön   30.09.2019 | 16:05 Uhr

Bosch leidet wie viele andere Automobilzulieferer auch unter der Dieselkrise. Doch zurzeit laufen die Geschäfte dort sogar etwas besser als erwartet. Trotzdem sollen bis 2025 insgesamt 900 Vollzeit- und Teilzeitstellen abgebaut werden.

Video [aktueller bericht, 30.09.2019, Länge: 1:20 Min.]
Kurzfristig positive Aussichten bei Bosch

Kurzarbeit ist zurzeit kein Thema für die 3900 Beschäftigten bei Bosch in Homburg. Zumindest bis zum Jahresende ist der Standort voll ausgelastet. Grund ist nach Angaben eines Unternehmenssprechers die unerwartet hohe Nachfrage nach Dieseleinspritzern vor allem für Nutzfahrzeuge.

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Allerdings ist diese frohe Botschaft, die am Montag bei der Betriebsversammlung verkündet wurde, nur eine Art Verschnaufpause. Denn das Sparprogramm infolge der Dieselkrise läuft unvermindert weiter: So sollen bis 2025 insgesamt 900 Vollzeit- und Teilzeitstellen abgebaut werden. Dazu gibt es weiterhin Schließtage und Angebote für den Vorruhestand. Seit 2001 habe es keine Neueinstellungen bei Bosch mehr gegeben, sagt der Betriebsrat - Azubis und Befristete ausgenommen.

Auch die Musterfertigung von Komponenten für Brennstoffzellen könne den Abbau von Arbeitsplätzen nicht aufhalten. Man warte auf den Zuschlag für deren Serienproduktion – und eine Perspektive außerhalb der Verbrennungstechnologie.

Über dieses Thema hat auch die Sendung aktuell am 30.09.2019 berichtet.

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