Tobias Hans (Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau)

Hans will CDU einen neuen "Sound" geben

  11.10.2021 | 15:07 Uhr

Nach ihrem historischen Desaster bei der Bundestagswahl will die CDU den kompletten Bundesvorstand neu wählen. Saar-Ministerpräsident Tobias Hans sagte zudem, die Partei müsse einen neuen "Sound" entwickeln. Er mahnte zur Eile.

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans hat eine rasche Reaktion der CDU auf die historische Niederlage bei der Bundestagswahl verlangt. "Man muss jetzt einfach auch zügig handeln, damit es vorangeht mit der Partei", sagte er am Montag beim Eintreffen zu den Beratungen der CDU-Spitzengremien über eine personelle und inhaltliche Neuaufstellung.

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Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner, 11.10.2021, Länge: 05:05 Min.]
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Es gehe nicht nur um neue Gesichter, sondern auch darum, "dass die CDU auch nochmal einen neuen Sound für sich entwickelt", so Hans. Er nannte als Beispiele die Bereiche Familienpolitik, soziale Gerechtigkeit und Klimapolitik. Eine moderne Klimapolitik müsse auch mit dem Mythos aufräumen, dass es nichts koste. Arbeiter in der Industrie und die Rentnerinnen und Rentner dürften aber nicht allein die Zeche dafür zahlen. Zudem müsse sich Leistung lohnen: Wer arbeite, müsse mehr haben als jener, der nicht arbeite.

Sonderparteitag für Vorstandswahl

Bei den Beratungen am Montag haben die CDU-Spitzengremien nach Angaben von Generalsekretär Paul Ziemiak einstimmig beschlossen, dass auf einem Sonderparteitag der komplette Bundesvorstand neu gewählt werden soll. Ob der Parteitag noch im Dezember stattfinden wird, blieb offen.

Das CDU-Präsidium sei sich auch darüber einig gewesen, dass es in Zukunft mehr Mitgliederbeteiligung geben müsse, sagte der Generalsekretär. Wie diese aussehen werde, solle bei Gesprächen mit den Kreis- und Landesverbänden besprochen werden. Im Gespräch ist unter anderem eine Befragung der Mitglieder, um den Parteivorsitz zu bestimmen.

Am Wochenende hatten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Wirtschaftsminister Peter Altmaier verkündet, auf ihre Mandate für den neuen Bundestag zu verzichten.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 11.10.2021 berichtet.

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