Logo von Thyssenkrupp (Foto: dpa / Patrick Seeger)

Stellenabbau bei Thyssenkrupp in Lockweiler

Karin Mayer / Onlinefassung: Axel Wagner   29.09.2020 | 13:14 Uhr

ThyssenKrupp will den Automobilbereich neu ordnen und bundesweit 500 Stellen abbauen. Betroffen wird auch das Werk in Lockweiler mit derzeit 1100 Mitarbeitern sein.

Noch stehe nicht fest, wie der Stellenabbau auf die Standorte verteilt wird, sagte ein Sprecher dem SR. Die Gespräche mit Arbeitnehmervertretern sollen erst Anfang 2021 abgeschlossen werden.

Lockweiler soll bei Thyssenkrupp bleiben

Weiterer Stellenabbau bei Thyssenkrupp
Audio [SR 3, Peter Sauer, 29.09.2020, Länge: 00:55 Min.]
Weiterer Stellenabbau bei Thyssenkrupp

Thyssenkrupp spaltet den Bereich System Engineering in zwei eigenständige Bereiche auf. Lockweiler gehört zum Karosseriebau, der weiter von Thyssenkrupp betrieben werden soll. Für den Bereich Antriebstechnik und Batteriemontage sucht der Konzern einen Partner oder einen Käufer. Der Konzern habe das Geschäftsmodell neu sortiert und wolle den Bereich Antriebstechnik nicht mehr in Eigenregie oder gar nicht mehr treiben.

Schon Anfang des Jahres Stellenabbau

Der Betriebsrat hat die Beschäftigten bereits über Flugblätter und per Mail informiert. Thyssenkrupp hat in Lockweiler bereits Anfang des Jahres rund 100 Stellen abgebaut. 2019 fielen am Standort Wadern bei Thyssenkrupp System Engineering 145 Stellen weg.

Thorsten Dellmann von der IG Metall Saarbrücken kritisierte die neuerlichen Pläne für Lockweiler. Dem SR sagte er, die Lage am Standort Lockweiler sei trotz eines Neuauftrages angespannt. Die Beschäftigungssituation sei schwierig, so Dellmann. Das Werk stelle Presswerkzeuge für Karrosseriewerke her. Dieser Markt laufe nur sehr langsam an.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 29.09.2020 berichtet.

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