Logo von Thyssenkrupp (Foto: dpa / Patrick Seeger)

Thyssenkrupp baut in Lockweiler weitere Stellen ab

  19.11.2020 | 15:42 Uhr

Die Stellenstreichung bei Thyssenkrupp betrifft auch den Unternehmensstandort in Lockweiler. In dem saarländischen Werk des Industriekonzerns sollen 56 Arbeitsplätze wegfallen. Die IG Metall fordert einen Zukunftsplan.

Ein Sprecher des Thyssenkrupp-Konzerns teilte dem SR mit, dass ein Maßnahmenkatalog für die betroffenen Mitarbeitenden in Lockweiler besteht. Dazu gehörten Übernahmeangebote auf andere Stellen bei Thyssenkrupp, eine soziale Absicherung über eine Transfergesellschaft, sowie spezielle Unterstützungsmöglichkeiten für ältere Mitarbeitende.

Diese Maßnahmen sollen im kommenden Kalenderjahr abgeschlossen werden.

IG Metall kritisiert erneuten Abbau

Die IG Metall sieht die erneuten Stellenstreichungen in Lockweiler kritisch. Thorsten Dellmann, zweiter Bevollmächtigter der Gewerkschaft in Saarbrücken, hatte allerdings befürchtet, dass noch mehr Arbeitsplätze wegfallen sollen. Er fordert für den Standort in Lockweiler einen Zukunftsplan, denn nun würde schon zum dritten Mal innerhalb von zwei Jahren das Werk restrukturiert.

Insgesamt beschäftigt Thyssenkrupp in Lockweiler derzeit 1100 Personen. Das Unternehmen hat in Lockweiler bereits Anfang des Jahres rund 100 Stellen abgebaut. 2019 fielen am Standort Wadern bei Thyssenkrupp System Engineering 145 Stellen weg.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 19.11.2020 berichtet.

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