Einem Jungen wird ein Nasenabstrich genommen. (Foto: imago/MedienServiceMüller)

40.500 Schnelltests an Schulen durchgeführt

mit Informationen von Christine Alt   12.03.2021 | 17:17 Uhr

Gut zwei Wochen nach dem Start der freiwilligen Schnelltests an den saarländischen Schulen hat sich etwas weniger als die Hälfte aller anwesenden Schülerinnen und Schüler testen lassen. Staatssekretär Jan Benedyczuk ist mit Blick auf die anderen Bundesländer mit der Testquote von 44 Prozent zufrieden.

An den saarländischen Schulen wurden nach Angaben des Bildungsministeriums insgesamt 40.500 Tests durchgeführt. Bei den Schülerinnen und Schülern waren es 44 Prozent. Bei den saarländischen Lehrkräften haben sich nicht ganz zwei Drittel testen lassen, bei den sonstigen Angestellten in den Schulen waren es 66 Prozent.

Staatssekretär Jan Benedyczuk (SPD) erklärte dem SR, man setze weiter auf Freiwilligkeit und plane zurzeit keine Maßnahmen, um die Testquote zu erhöhen. Im Saarland sind mit 291 Schulen inzwischen fast alle Standorte mit den freiwilligen Schnelltests gestartet. An knapp 30 sei man noch in Vorbereitung. Vier Schulen haben laut saarländischem Bildungsministerium noch keine Arztpraxis gefunden. 

Bereits vergangene Woche hatten viele saarländische Schulen auf SR-Anfrage Probleme gemeldet. Vor allem der hohe organisatorische Aufwand und Probleme bei der Suche nach Ärzten wurden bei der stichprobenartigen Befragung bemängelt.

Bundesweit einer der Vorreiter

"Mit dem freiwilligen Testangebot an unseren Schulen gehören wir bundesweit zu den Vorreitern, es wird gut angenommen", sagte die saarländische Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD). "Wir müssen uns als Gesellschaft auch darüber im Klaren sein, dass die Corona-Zahlen steigen werden, wenn wir insgesamt mehr testen. Die Inzidenz allein kann dann nicht unser Maßstab für Öffnungen sein", so die Ministerin.

Die Beschäftigten an den Schulen sowie die Schülerinnen und Schüler können sich bis zu zweimal wöchentlich per Antigen-Schnelltest auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Die Schnelltests werden von Ärzten, Apothekern oder medizinischem Fachpersonal unter ärztlicher Aufsicht an den Schulen durchgeführt. Die Testkits, die genutzt werden, sind grundsätzlich für Abstriche als Nasenprobe geeignet.

Für die ersten beiden Wochen hätten rund 110.000 Testkits aus dem Bestand des Gesundheitsministeriums zur Verfügung gestanden. Eine zweite Charge von rund 465.000 Testkits des Gesundheitsministeriums sei bereits ausgeliefert worden, weil einige Schulen schon in der zweiten Woche Bedarf angemeldet hätten.

Über dieses Thema hat auch die Sendung "aktuell um 17.00 Uhr" im SR Fernsehen vom 12.03.2021 berichtet.

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