Schild mit 2GPlus-Hinweis in einer Einkaufsstraße (Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey)

Test-Befreiung für Geboosterte im Saarland vom ersten Tag an

Thomas Braun / mit Informationen von Andreas Kindel   16.12.2021 | 11:33 Uhr

Wer im Saarland eine Corona-Auffrischungsimpfung bekommen hat, erhält hier unmittelbar danach auch ohne Test Zugang zu 2G-plus-Veranstaltungen. Das hat am Mittwoch Regierungssprecher Zeyer klargestellt. Andere Bundesländer haben davon abweichende Regelungen.

Regierungssprecher Alexander Zeyer (CDU) versicherte auf SR-Anfrage, an der unmittelbaren Aufhebung der Testpflicht für Geboosterte werde im Saarland nichts mehr geändert. Sie gilt unmittelbar nach der Impfung. Am Dienstag hatte die bayerische Landesregierung nach Bund-Länder-Beratungen mitgeteilt, dass die Befreiung von der Testpflicht erst nach 15 Tagen gelte.

Testpflicht-Befreiung für Geboosterte direkt nach Impfung
Audio [SR 3, (c) SR/Simin Sadeghi, 16.12.2021, Länge: 03:56 Min.]
Testpflicht-Befreiung für Geboosterte direkt nach Impfung

Testpflichtbefreiung bei Ärzten umstritten

Die Befreiung von der Testpflicht ist bei Ärzten höchst umstritten. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sprach von einer "Fehlentscheidung". Impfdurchbrüche gebe es auch bei Menschen mit drei Impfungen. Wenn man Infektionsketten unterbrechen wolle, sei der Verzicht auf die Tests keine gute Idee.

Auch der Bundesverband der Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst hält die Entscheidung für verfrüht. Es wäre klüger gewesen, abzuwarten wie sich die Pandemie in den kommenden Wochen entwickelt.

Wer als geboostert gilt

Als geboostert gelten im Saarland Menschen, die eine Auffrischimpfung nach einer Grundimmunisierung erhalten haben sowie Personen, die zuerst mit Johnson & Johnson und dann mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech, Moderna) zweitgeimpft wurden. Auch wer genesen ist und danach zwei Impfungen erhalten hat, gilt als geboostert.

Wer sich umgekehrt erst nach seiner vollständigen Impfung mit dem Corona-Virus angesteckt hat und nun als genesen gilt, benötigt weiterhin einen Test. Die Landesregierung begründet dies damit, dass eine überstandene Infektion nicht den gleichen Schutz wie eine Booster-Impfung vor der Omikron-Variante bietet. Und da die Auswirkungen der Omikron-Variante noch schwer abzuschätzen seien, hätten die ursprünglich geplanten Ausnahmen nicht umgesetzt werden können.

Nach wie vor ein Test nötig ist beim Besuch von Krankenhäusern, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 15.12.2021.

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