Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand (Foto: dpa/Patrick Seeger)

Scharfe Kritik an Spahns Terminvergabeplänen

Andreas Kindel   25.02.2019 | 09:09 Uhr

Die saarländischen Kassenärzte laufen Sturm gegen die geplante Rund-um-die-Uhr-Terminvergabe. Diese will Bundesgesundheitsminister Spahn einführen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) im Saarland regt deshalb in einem Schreiben an Ministerpräsident Hans an, in dem neuen Bundesgesetz auch regional unterschiedliche Öffnungszeiten zuzulassen.

Bislang haben sich bei der Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung im Schnitt täglich 40 Anrufer gemeldet. Die Termine wurden vermittelt. Die Kosten hielten sich in Grenzen. Müsste die KV den Terminservice 24 Stunden am Tag 365 Tage im Jahr anbieten, lässt sich die Arbeit nur noch im Schicht-Betrieb schaffen. Die Kosten schätzt die KV auf rund eine Million Euro.

"Das geht uns komplett gegen den Strich", schimpft der Vorsitzende der KV-Vertreterversammlung, Dirk Jesinghaus. Keinem leuchte ein, warum Arzttermine nachts um 2.00 Uhr verabredet werden müssten.

Über dieses Thema wurde auch in den SR-Hörfunknachrichten vom 25.02.2019 berichtet.

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