Das Firmengelände Terex (Foto: Alexander M. Groß)

Terex verkauft Standort Zweibrücken

Karin Mayer   23.02.2019 | 14:19 Uhr

Der Kranhersteller Terex hat seinen Standort in Zweibrücken und die Marke Demag verkauft. Die Mobilkransparte soll künftig zum japanischen Konzern Tadano gehören.

Terex gibt den Mobil-Kranbau auf. Nicht nur in Zweibrücken, auch in den USA. Das Unternehmen will sich künftig auf Sondermaschinen und Arbeitsbühnen konzentrieren. Tadano baut dagegen durch den Kauf sein Krangeschäft aus und kann sein Angebot durch deutlich größeren Demag-Produkten erweitern. Terex-Personaldirektor Frank Schättle sagte dem SR, er sehe darin die Chance, dass die weltweite Bedeutung des Kranherstellers durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen weiter wachse.

Belegschaft wird am Montag informiert

Terex verkauft Standort in Zweibrücken
Audio [SR 3, (c) SR, 23.02.2019, Länge: 01:05 Min.]
Terex verkauft Standort in Zweibrücken

Was der Verkauf für die 1600 Beschäftigten in Zweibrücken bedeutet, ist bisher völlig unklar. Die Belegschaft wurde bisher nicht informiert, kritisiert Peter Vollmar von der IG Metall Homburg/Saarpfalz. Das bedauert Personaldirektor Frank Schättle. Dem SR sagte er, die Veröffentlichung in der Nacht zum Samstag sei aufgrund des japanischen Aktienrechts nicht anders möglich gewesen. Am Montag sollen bei Terex Mitarbeiterversammlungen stattfinden. Außerdem hat Terex eine Analysten-Konferenz angekündigt, bei der die Verkaufszahlen aus dem Jahr 2018 veröffentlicht werden sollen.

Besitzerwechsel bis Mitte 2019 geplant

Der Verkauf von Terex soll bis Mitte 2019 vollzogen werden. Der Kranhersteller in Zweibrücken hat fast 20 Jahre lang zum amerikanischen Konzern gehört. Zuvor war es Teil des Mannesmann-Konzerns, der das Unternehmen von der Demag AG übernommen hatte. Seit 2017 nutzt Terex Cranes für die Produkte aus Zweibrücken wieder den Markennamen Demag. Terex hatte zuletzt 2017 ein Sparprogramm verkündet. Im Zuge dessen wurde unter anderem das Testfeld im saarländischen Bierbach verkauft. Das Verwaltungsgebäude in der Zweibrücker Dinglerstraße sollte ebenfalls aufgegeben werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 23.02.2019 berichtet.

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