Taxifahrer-Protest in Saarbrücken

Patrick Wiermer / Onlinefassung: Thomas Braun   10.04.2019 | 12:51 Uhr

Die Taxifahrer haben am Mittwoch bundesweit gestreikt - auch in Saarbrücken. Sie protestieren gegen die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), den Taximarkt für andere Fahrdienstleister wie Uber zu öffnen. Das saarländische Wirtschaftsministerium hat Hilfe angekündigt.

Es war ein lauter Protest. Hupend zog der Autokorso durch die Saarbrücker Innenstadt bis zur Abschlusskundgebung auf dem Ludwigsplatz. Am Ende waren es 140 Teilnehmer und damit etwa die Hälfte aller saarländischen Taxifahrer.

SR-Reporter Patrick Wiermer berichtet vom Taxifahrer-Protest
Audio [SR 3, (c) Patrick Wiermer, 10.04.2019, Länge: 03:30 Min.]
SR-Reporter Patrick Wiermer berichtet vom Taxifahrer-Protest

Weniger Beschränkungen für private Anbieter

Video [aktueller bericht, 10.04.2019, Länge: ab Min. 18:06]
Nachrichten

Sie protestieren gegen die Vorschläge von Andreas Scheuer, den Fahrdienste-Markt zu öffnen. Scheuer möchte die sogenannte Rückkehrpflicht für Mietwagen aufheben. Das heißt, dass die Wagen privater Anbieter dann nach einer Fahrt nicht mehr zu ihren Hauptstandorten zurückkehren müssen. Außerdem will das Verkehrsministerium das "Pooling-Verbot" abschaffen. Damit könnten dann mehrere Passagiere mit ähnlichem Fahrziel befördert werden. Beide Vorgaben schützen bislang die Taxibranche vor privaten Anbietern wie Uber. Die Taxibranche sieht sich in ihrer Existenz bedroht.

Der saarländische Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke (SPD) hat bei der Abschlusskundgebung vor der Staatskanzlei Hilfe angekündigt. Die Taxifahrer müssten fair behandelt werden. Die Rückkehrpflicht der Mietwagen werde nicht ohne Bedingungen abgeschafft. 

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 10.04.2019 berichtet

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