Schild: „Zentrale Ausländerbehörde Landesaufnahmestelle“ (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Weniger Taschengeld für Flüchtlinge

Kai Forst   02.02.2016 | 18:53 Uhr

Asylbewerber im Saarland erhalten künftig weniger Bargeld. Laut Innenminister Bouillon wird ein Teil des Taschengeldes durch Sachleistungen ersetzt. Dadurch sollen weniger Asylbewerber nach Deutschland kommen, die keinerlei Bleibeperspektive haben.

Künftig erhalten Asylbewerber im Saarland nur noch 128,50 Euro statt wie bisher 143 Euro pro Monat in bar. Ein Teil des Taschengeldes wird demnach durch Sachleistungen – konkret durch die Ausgabe von Pflege- und Hygieneartikeln – ersetzt. Von der Reduzierung der Barauszahlung erhofft sich der saarländische Innenminister Klaus Bouillon (CDU), dass weniger Asylbewerber ohne Bleibeperspektive nach Deutschland kommen.

"Keine falschen Anreize setzen"

„Um keine falschen Anreize für Menschen zu setzen, die mit höchster Wahrscheinlichkeit kein Bleiberecht in Deutschland haben, macht das Saarland ab sofort von der im Bundesrecht neu geschaffenen Möglichkeit Gebrauch die Taschengeldleistung zu kürzen“, sagte Innenminister Bouillon am Dienstag.

Gesetzesänderung macht es möglich

Ende des vergangenen Jahres war durch eine Änderung im Asylrecht die Möglichkeit geschaffen worden, den Taschengeldbetrag teilweise nicht mehr in bar auszuzahlen, sondern in Form von Sachleistungen zu gewähren.

In der Landesaufnahmestelle Lebach wurden bereits in der Vergangenheit Sachleistungen (in Form von Lebensmittelpaketen) ausgegeben. Das Taschengeld in Höhe von 143 Euro monatlich wurde dagegen bislang – auf Basis der alten Rechtslage – als Geldleistung in bar ausgezahlt.

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