Ein Passant geht an einen geschlossenen Lokal vorbei. (Foto: picture alliance/Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa)

Tarifvertrag im Saar-Gastgewerbe wird verlängert

  02.12.2020 | 14:04 Uhr

Der aktuelle Tarifvertrag in der saarländischen Hotel- und Gastronomiebranche wird bis auf Weiteres fortgesetzt. Darauf haben sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) und der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Saarland (Dehoga) geeinigt.

Tarifvertrag im Saar-Gastgewerbe wird verlängert
Audio [SR 3, Karin Mayer, 02.12.2020, Länge: 01:02 Min.]
Tarifvertrag im Saar-Gastgewerbe wird verlängert

Eigentlich wäre der Entgelttarifvertrag für die rund 22.000 Beschäftigten im saarländischen Hotel- und Gastgewerbe zum 31. Dezember 2020 kündbar. Mit der Verlängerung soll nach Angaben der NGG nun sowohl den Beschäftigten als auch den Betrieben inmitten der Corona-Pandemie Planungssicherheit gegeben werden. Nach Ende des ersten Quartals im Jahr 2021 soll die Lage dann neu bewertet werden.

"Einvernehmliche Lösung"

"Entgeltverhandlungen für eine derzeit am Boden liegende Branche zu beginnen, kann zu keinem vernünftigen Ergebnis führen. Uns ist es wichtig, durch die Fortführung des Vertrages allen Beteiligten eine Planungssicherheit an die Hand zu geben", sagte Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG-Region Saar.

Auch Dehoga zeigt sich erleichtert über die Einigung. "Wir sind froh, dass wir mit unserem Sozialpartner diese einvernehmliche Lösung gefunden haben. Durch die oft kurzfristig angeordneten Betriebsschließungen leben wir nicht nur in schweren, sondern vor allem schwer kalkulierbaren Zeiten. Diese Übereinkunft mit der NGG bringt uns ein Stück Planungshoheit zurück“, erklärt Jan Willem Fluit, Präsidiumsmitglied im Dehoga Saarland.

NGG fordert mehr Kurzarbeitergeld

Die Gewerkschaft NGG setzt sich außerdem für ein Mindestkurzarbeitergeld von 1200 Euro und eine Corona-Soforthilfe in Höhe von 1000 Euro für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe ein. Eine Kundgebung am 5. Dezember in Saarbrücken soll auf die besonders vom zweiten Lockdown getroffenen Menschen aufmerksam machen. "Nicht nur die Betriebe brauchen Hilfe, auch die Beschäftigten dürfen nicht im Regen stehen gelassen werden,“ so Mark Baumeister.

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