Ein Stahlarbeiter in Schutzanzug vor geschmolzenem Eisen (Foto: picture alliance / Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa | Patrick Pleul)

Tarifverhandlungen in der Stahlindustrie beginnen

Yvonne Schleinhege   11.05.2021 | 14:00 Uhr

Für die rund 14.000 Beschäftigten in der saarländischen Stahlindustrie haben die Tarifverhandlungen begonnen. Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld, sowie mehr Mitbestimmung bei Werkverträgen.

2020 war ein katastrophales Jahr für die Stahlindustrie. Über 360 Millionen Euro Verluste gab es allein bei Dillinger und Saarstahl. Doch nun komme das Stahlgeschäft mehr und mehr auf Touren, so Lars Desgranges von der IG Metall Völklingen.

Die Auftragslage werde besser, die Preise auskömmlicher und man könne wieder schwarze Zahlen schreiben. Davon müssten auch die Mitarbeiter profitieren. Ziel der IG Metall ist es in dieser Tarifrunde nicht für mehr Geld bei den Beschäftigten zu sorgen, sondern auch Jobs zu sichern.

Furcht vor Outsourcing

Daher will die Gewerkschaft auch mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten bei dem Einsatz von Werkverträgen. Bei den Beschäftigten in der saarländischen Stahlindustrie gebe es die Sorge, dass ihre Jobs outgesourct werden, heißt es von der IG Metall.

Zelte und roter Rauch im Umfeld der Tarifverhandlungen (Foto: Karin Mayer/SR)
Zelte und roter Rauch im Umfeld der Tarifverhandlungen

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatte die Gewerkschaft die Beschäftigten der Stahlbranche aufgefordert, an einem Tarif-Drive-In-Voting teilzunehmen.

Start der Tarifverandlungen in der Stahlindustrie
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 11.05.2021, Länge: 00:52 Min.]
Start der Tarifverandlungen in der Stahlindustrie

Über dieses Thema hat auch die SR 3-Rundschau vom 11.05.2021 berichtet.

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