Kita-Streik (Foto: dpa)

Tarifverhandlungen für Kita-Beschäftigte werden fortgesetzt

mit Informationen von Yvonne Schleinhege   16.05.2022 | 06:40 Uhr

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Kommunen sind am Montag in die entscheidende Phase eingetreten. Die Gewerkschaften fordern eine deutliche, auch finanzielle Aufwertung der Berufe. Die Gewerkschaft Verdi hat bereits damit gedroht, die Kita-Streiks auszuweiten, sollte es keine Einigung geben.

Erst vergangenen Donnerstag waren rund 1000 Kita-Beschäftigte durch die Saarbrücker Innenstadt gezogen - etwa 160 kommunale Einrichtungen waren von diesem zweitägigen Warnstreik betroffen.

Sollte auch diese Tarifrunde ohne Ergebnis bleiben, werde das eine Ausweitung der Streiks zur Folge haben, so Stefan Schorr von Verdi Saar.

Die Gewerkschaften fordern in der laufenden Tarifrunde eine bessere Eingruppierung der Beschäftigten, bessere Arbeitsbedingungen und Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Die kommunalen Arbeitgeber haben nach Gewerkschaftsangaben bisher kein Angebot vorgelegt. 

Arbeitgeber halten Streiks für unverhältnismäßig

Der Kommunale Arbeitgeberverband Saar hatte die bisherigen Streiks als unverhältnismäßig kritisiert und betont, dass die Gehälter der Erzieher fast doppelt so stark gestiegen seien wie die sonstigen Löhne im kommunalen öffentlichen Dienst. Die Tarifverhandlungen sind bis Mittwoch angesetzt.

Kita-Streiks: KAV zeigt Verständnis für frustrierte Eltern
Audio [SR 3, (c) SR 3, 16.05.2022, Länge: 03:43 Min.]
Kita-Streiks: KAV zeigt Verständnis für frustrierte Eltern

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten am 16.05.2022.

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