Eine Verkäuferin mit Mund- und Nasenschutz arbeitet in einem Modegeschäft (Foto: picture alliance/dpa | Rolf Vennenbernd)

Tarifverhandlungen für den Einzelhandel ohne Ergebnis

mit Informationen von Lars Ohlinger   18.05.2021 | 15:50 Uhr

Die erste Runde der Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten im saarländischen Einzelhandel ist ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Laut Verdi legten die Arbeitgeber kein Angebot vor und lehnten die Forderungen der Gewerkschaft ab. Ende Juni geht es weiter.

Nach Angaben von Verdi ist die Mehrheit der Einzelhandelsbeschäftigten im Saarland und bundesweit nicht mehr in der Tarifbindung. Für die Gewerkschaft ist es "unbegreiflich, warum es für eine Branche, in der so viele Menschen beschäftigt sind und deren Arbeit für so viele Bürgerinnen und Bürger wichtig sei, keine allgemeinverbindlichen Tarifverträge gibt", so Monika Di Silvestre von Verdi.

4,5 Prozent gefordert

Eine der Kernforderungen von Verdi in den anstehenden Tarifverhandlungen ist deshalb die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge im saarländischen Einzelhandel. Außerdem fordert die Gewerkschaft ein rentenfestes Mindesteinkommen von 12,50 Euro pro Stunde und die Erhöhung aller Einkommen um 4,5 Prozent und 45 Euro im Monat.

Bei den Verhandlungen am Dienstag lehnten die Arbeitgeber laut Verdi die Forderungen ab, legten aber kein eigenes Angebot vor. Ein nächstes Treffen ist für den 21. Juni vereinbart worden.

Bis dahin kündigte eine Sprecherin von Verdi Arbeitskampfmaßnahmen an. Am Freitag wird es auch in Rheinland-Pfalz zu Verhandlungen kommen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 18.05.2021 berichtet.

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