Erzieherin sitzt mit Kindern im Kindergarten im Kreis auf dem Boden. (Foto: IMAGO / imagebroker / Jan Tepass)

Tarifverhandlungen für Kita-Beschäftigte gestartet

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Anne Staut   25.02.2022 | 17:58 Uhr

Im öffentlichen Dienst der Kommunen ist am Freitag eine neue Tarifrunde unter anderem für Beschäftigte in Kitas und in der sozialen Arbeit gestartet. Die Gewerkschaft Verdi bezeichnete den Auftakt als "enttäuschend". Sie schließt einen größeren Warnstreik nicht aus.

Die Corona-Pandemie hat auch die Beschäftigten, gerade in den Kitas, in besonderer Weise gefordert und bestehende Probleme wie den Fachkräftemangel noch einmal verschärft. So gehe es in dieser Tarifrunde vor allem um die Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und die Zukunft des Berufes, sagt Christian Umlauf von Verdi Saar.

Erster Verhandlungstag "enttäuschend"

Die Gewerkschaft fordert unter anderem Verbesserungen bei der tariflichen Eingruppierung, zudem soll es um einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung und Maßnahmen gegen Fachkräftemangel gehen.

Den Auftakt der Tarifrunde bezeichnete die Gewerkschaft am Freitag aus ihrer Sicht als "enttäuschend". Verdi habe sich von den Arbeitgebern konkretere Vorschläge gewünscht. Die Verhandlungen sollen nun am 21. und 22. März fortgesetzt werden.

Streiks nicht ausgeschlossen

Verdi stellt sich auf harte Verhandlungen ein – auch Streiks, als letztes Mittel, sind nicht ausgeschlossen. Wenn man feststelle, dass es am Verhandlungstisch nicht weitergehe, dann würde es auch Aktionen geben, so Christian Umlauf von Verdi Saar. Das müsse zunächst kein Arbeitskampf sein, ganz ausschließen will er Streiks aber auch nicht.

In zurückliegenden Tarifkonflikten war die Streikbereitschaft der Beschäftigten in der Regel groß.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 25.02.2022.

Artikel mit anderen teilen


Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja