Fahne mit dem Logo der Gewerkschaft IG Metall (Foto: dpa/Lino Mirgeler)

Tarifabschluss für Metall- und Elektroindustrie im Saarland

Karin Mayer / Onlinefassung: Sandra Schick   31.03.2021 | 15:28 Uhr

Der Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie im Saarland ist beigelegt. Arbeitgeber und Gewerkschaft haben sich in der fünften Verhandlungsrunde in Frankfurt auf einen Tarifabschluss geeinigt. Zuvor hatte es bereits einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen gegeben.

Die rund 44.000 Beschäftigten erhalten im Juni eine Corona-Beihilfe in Höhe von 500 Euro. Für 2022 und 2023 sind Sonderzahlungen vorgesehen. Jeweils im Februar zahlen die Arbeitgeber 18,4 bzw. 27,6 Prozent eines Monatsgehalts. Diese Sonderzahlung fällt künftig jährlich an. Dieses Transformationsgeld kann auch dafür genutzt werden, um Entgeltausgleich für kürzere Arbeitszeiten zu bezahlen.

"Nullrunde verhindert"

ME-Saar Präsident Oswald Bubel bezeichnete den Tarifvertrag als Beleg für eine funktionierende Sozialpartnerschaft. IG Metall Bezirksleiter Jörg Köhlinger betonte, dass es gelungen sei, eine Nullrunde zu verhindern.

Bereits am Dienstag hatten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen auf einen Pilotabschluss verständigt. Auch im Saarland hatte die IG Metall wochenlang immer wieder Warnstreiks durchgeführt um den Druck auf die Verhandlungen zu erhöhen.

Über dieses Thema berichten auch die SR-Hörfunknachrichten vom 31.03.2021.

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