Verdi-Fahne beim Streik der Busfahrer (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Bewegung im Tarifstreit der Busfahrer

mit Informationen von Karin Mayer   28.09.2018 | 08:46 Uhr

Im Tarifstreit für die Busfahrer von kommunalen Verkehrsbetrieben gibt es offenbar Bewegung. Die Gewerkschaft Verdi und der Kommunale Arbeitgeberverband haben eine Arbeitsgruppe eingesetzt.

Diese soll sich mit den Tätigkeiten der Busfahrer beschäftigen. Nach Angaben der Gewerkschaft geht es darum, bestimmte Arbeiten aufzuwerten. Die Tarifparteien wollen sich am 25. Oktober zu einer vierten Verhandlungsrunde treffen.

Die Gewerkschaft Verdi hatte am Montag rund 1000 Beschäftigte der Verkehrsbetriebe in einen ganztägigen Warnstreik gerufen. Sie fordert unter anderem Arbeitszeitkonten, Mehrarbeitszuschläge und geregelte Schichtzeiten. Die Arbeitgeber haben mehr Weihnachts- und Urlaubsgeld angeboten.

Flackus zu ÖPNV: "Wir müssen die Reform von oben anfangen"
Audio [SR 3, Interview: Dorothee Scharner / Jochen Flackus, 28.09.2018, Länge: 02:55 Min.]
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Ab 1. Oktober greift der sogenannte "Notfallplan" der Saarbahn GmbH in Saarbrücken. Das heißt, dass nicht alle Linien im gewohnten Umfang befahren werden. 16 von 41 Linien sind betroffen. Damit reagiert die Saarbahn auf die vielen Ausfälle in den vergangenen Monaten. Und die sind entstanden, weil es zu wenige Busfahrer gibt. Im SR 3-Interview erklärt der Landtagsabgeordnete Jochen Flackus (Die Linke), warum er das für eine Bankrotterklärung der Politik hält. Er fordert einen zentralen Anbieter, die Abkehr vom Wabensystem und einen finanziell attraktiveren ÖPNV.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 28.09.2018 berichtet.

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