Eisenflechter arbeiten auf dem zweiten Stockwerk einer Rohbastelle (Foto: dpa/Patrick Pleul)

Bau-Beschäftigte sollen mehr Geld erhalten

  03.09.2020 | 14:58 Uhr

Im Tarifkonflikt im Baugewerbe ist offenbar ein Durchbruch erzielt worden. Nach einem Schlichterspruch sollen die Beschäftigten im Westen ein Lohn-Plus von 2,6 Prozent, im Osten von 2,7 Prozent erhalten. Zudem soll eine Corona-Prämie gezahlt werden.

Der Chef der Gewerkschaft IG Bau, Robert Feiger, sprach von „ungewöhnlich zähen und harten Verhandlungen“. In dem Lohn-Plus von 2,6 bzw. 2,7 Prozent sei erstmals auch eine Vergütung für Fahrzeiten zur Baustelle enthalten. Die „oft enorm langen Fahrten zu den Baustellen“ seien für einen Großteil der Beschäftigten das „Job-Problem Nummer eins auf dem Bau", so Feiger.

Bau-Beschäftigte sollen mehr Geld erhalten
Audio [SR 3, Sarah Sassou, 03.09.2020, Länge: 00:54 Min.]
Bau-Beschäftigte sollen mehr Geld erhalten

500 Euro Corona-Prämie

Zufrieden zeigte er sich mit der ausgehandelten Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro als einmalige steuerfreie Sonderzahlung. Durch die erzielte Einigung bekomme der Bau eine neue Perspektive, die er dringend brauche.

Auch die Ausbildung am Bau soll attraktiver werden. So sollen Azubis im ersten Ausbildungsjahr 40 Euro mehr pro Monat bekommen. Im zweiten Ausbildungsjahr sollen dies 30 Euro und im dritten dann 20 Euro zusätzlich sein.

Die Schlichtung im seit März andauernden Tarifstreit hatte sich über vier Tage hingezogen. Der Schlichterspruch muss noch von den Tarifparteien angenommen werden.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 03.09.2020 berichtet.

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