IG Metall (Foto: Marijan Murat - dpa/bildfunk)

Metall-Tarifrunde in den Startlöchern

Yvonne Schleinhege   20.11.2020 | 13:47 Uhr

Mitte Dezember beginnen die Tarifverhandlungen für die über 40.000 Beschäftigten in der saarländischen Metall- und Elektroindustrie. Die Gewerkschaft IG Metall für den Tarifbezirk Mitte, zu dem das Saarland gehört, hat ihre Forderungen bereits vorgelegt.

Ein Tarifpaket das mehr Geld, Beschäftigungssicherung und dem Wandel der Industrie gerecht wird – so hat die IG Metall ihren Forderungskatalog überschrieben. Mitte Dezember sollen die Tarifverhandlungen in der saarländischen Metall- und Elektroindustrie starten.

Die Gewerkschaft will ein Gehaltsplus von vier Prozent. Sollte in einzelnen Betrieben nicht genug Arbeit sein, will die IG Metall mit Hilfe einer Viertagewoche die Arbeitszeit verkürzen. Die Entgeltsteigerung könnte dann für einen Teillohnausgleich genutzt werden. Ralf Reinstädtler von der IG Metall Homburg sagte dem SR, die Arbeitszeitverkürzung solle den Betrieben die Möglichkeit geben, die Arbeit auf mehreren Schultern zu verteilen, um so auch Kündigungen zu vermeiden.

ME Saar für flexible Modelle

Der Arbeitgeberverband ME Saar spricht sich für flexible Arbeitszeitmodelle aus. Es gebe auch Unternehmen, die mehr Arbeit bräuchten, so Hauptgeschäftsführer Martin Schlechter. Es müsse der Grundsatz gelten, wer mehr arbeite, bekomme mehr Geld. Wer weniger arbeite, müsse dann auch weniger bekommen. Eine Forderung von vier Prozent mehr Geld hält man beim Arbeitgeberverband für nicht realistisch. Corona habe die Branche hart getroffen, es gebe keinen Verteilungsspielraum.

Ende November muss der Vorstand der IG Metall die Forderung noch final festlegen. Die Verhandlungen im Saarland beginnen ab dem 17. Dezember. Streiks wären erst ab März 2020 möglich.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 20.11.2020 berichtet.

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