Das Logo der Sparkasse an der Hauswand einer Filiale (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache)

Einigung im Tarifstreit bei den Sparkassen

Sarah Sassou   01.04.2022 | 17:41 Uhr

Im Tarifstreit der Sparkassen und Landesbanken hat es nach sechs Verhandlungsrunden eine Einigung gegeben. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sollen die Beschäftigten bundesweit in zwei Schritten mehr Gehalt bekommen. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 1050 Euro.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sparkassen, Landesbanken und Förderbanken bekommen nun eine Gehaltserhöhung in zwei Schritten: Zum 1. Juli dieses Jahr gibt es drei Prozent mehr Geld. In einem Jahr wird das Gehalt dann um weitere zwei Prozent erhöht.

Zusätzliche Einmalzahlung

Außerdem zahlen die Arbeitgeber einmalig 1050 Euro aus. 750 Euro haben die saarländischen Beschäftigten schon erhalten, für sie gibt es also nochmal 300 Euro zusätzlich.

Auch das Thema Arbeitszeit ist verhandelt worden. Zum 1. Januar 2024 sinkt die wöchentliche Arbeitszeit von 39 auf 38 Stunden. Laut Verdi muss dann jede Sparkasse selbst entscheiden, ob das Personal eine Stunde pro Woche weniger arbeitet, oder ob die Zeit in mehr freie Tage umgewandelt wird.

Verhandlungen seit Herbst

Der Einigung waren zähe Verhandlungen seit dem Herbst vorausgegangen. Die Belegschaft veranstaltete mehrere Warnstreiks, an denen sich viele der rund 4000 Beschäftigten im Saarland beteiligten.

Dass der Arbeitgeberverband der öffentlichen Banken und die Arbeitnehmerseite nun einen Tarifvertrag abschließen konnten, liege daran, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Erhöhung in zwei Stufen auch tatsächlich auf dem Gehaltszettel spüren werden, so Florian Schäfer von Verdi.

"Wirklich gutes Gehaltspaket"

Die SaarLB spricht von einem „wirklich guten Gehaltspaket“ für die Beschäftigten, das durch die Einigung der Tarifparteien geschnürt werden konnte. „Dies wird einerseits die Folgen der Inflation für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spürbar abfedern und ist auf der anderen Seite gleichzeitig ein Zeichen der Anerkennung ihrer Leistungen“, so Gunar Feth. Gleichzeitig erhalte die Bank durch das Ergebnis eine langfristige Planungssicherheit, könne nachhaltig wirtschaften und so auch Arbeitsplätze sichern.

Über dieses Thema berichtete die SR 3 Rundschau am 01.04.2022.

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