Verlagsgebäude der Saarbrücker Zeitung (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

SZ-Betriebsrat will Stellenabbau abwenden

Karin Mayer   27.07.2018 | 11:48 Uhr

Der Betriebsratsvorsitzende der Saarbrücker Zeitung, Roland Harig, will den angekündigten Stellenabbau bei der Zeitungsgruppe abwenden. Dem SR sagte er, Personalabbau sei nicht das einzige Mittel, um auf sinkende Werbeeinnahmen zu reagieren.

Harig fordert, dass der Verlag sich stärker unternehmerisch engagiert. Der Betriebsrat habe auch ein Freiwilligenprogramm angeboten. Es sei noch völlig unklar, wie die Geschäftsführung den Personalabbau umsetzen wolle.

Video [aktueller bericht, 27.07.2018, Länge: 2:01 Min.]
Umstrukturierung bei der Saarbrücker Zeitung

Die Geschäftsführung der Saarbrücker Zeitungsgruppe will bis zu 100 von 950 Stellen abbauen. Die Standorte Saarbrücken, Zweibrücken und Trier sollen künftig enger zusammenarbeiten. Seit einem Jahr nutzen die Redaktionen ein gemeinsames Redaktionssystem, dadurch können Inhalte leichter ausgetauscht werden.

"Es sieht so aus, als seien alle Bereiche betroffen"
Audio [SR 3, Studiogespräch: Karin Mayer / Ulli Wagner, 27.07.2018, Länge: 03:31 Min.]
"Es sieht so aus, als seien alle Bereiche betroffen"

Der Saarbrücker Zeitungsverlag will offenbar noch in diesem Jahr mit dem den angekündigten Personalabbau beginnen. Das geht aus einer Information des Betriebsrates an die Belegschaft hervor. In der kommenden Woche will sich der Betriebsrat der Saarbrücker Zeitung mit den Vorschlägen der Geschäftsführung beschäftigen.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 27.07.2018 berichtet.

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