Passanten laufen in der Stadt an einem Schaufenster mit "Sale"-Schildern vorbei. (Foto: picture alliance/dpa/Peter Kneffel)

Supermärkte wollen auf Non-Food-Werbung verzichten

Yvonne Schleinhege / Onlinefassung: Axel Wagner   13.01.2021 | 18:13 Uhr

Werbeaktionen von großen SB-Warenhäusern und Supermärkten im Saarland für Produkte, die nicht zum Kernangebot der Unternehmen gehören, sollen vorerst unterbleiben. Das ist das Ergebnis des „Runden Tisches Einzelhandel“, zu dem Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) am Mittwoch eingeladen hatte.

Noch ist es nur eine Selbstverpflichtung, aber die Vertreter großer SB-Warenhäuser, darunter auch Globus, haben zugesagt, auf Werbeaktionen zu verzichten. Sollte das nicht zufriedenstellend passieren, will Anke Rehlinger diese verbieten.

Einigung auf Hilfen für Einzelhandel
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 13.01.2021, Länge: 02:38 Min.]
Einigung auf Hilfen für Einzelhandel

Ärger um „Schwerpunktprinzip“

Hintergrund ist das „Schwerpunktprinzip“. Es ermöglicht SB-Warenhäusern, Discountern und Supermärkten mit Mischsortimenten, auch während des Lockdown zum Beispiel Kleidung, Schmuck und Spielzeug zu verkaufen. Vor allem Werbung für solche Waren hatte für Ärger gesorgt.

Die Präsidentin den Handelsverbands Saar, Melanie Burger-Hennen, erläutert im Interview mit Sonja
Video [SR Fernsehen, (c) SR, 13.01.2021, Länge: 03:25 Min.]
Die Präsidentin den Handelsverbands Saar, Melanie Burger-Hennen, erläutert im Interview mit Sonja

Unterstützt werden sollen saarländische Händler beim Aufbau von Online-Shops. Das Programm „Digitalstarter“ des Wirtschaftsministeriums soll dafür um bis zu drei Millionen Euro aufgestockt werden.

Mehr Hilfe für Händler

Supermärkte wollen auf Non-Food-Werbung verzichten
Audio [SR 1, (c) Jessica Werner, Yvonne Schleinhege, 13.01.2021, Länge: 04:15 Min.]
Supermärkte wollen auf Non-Food-Werbung verzichten

Der Einzelhandel hatte zuletzt immer wieder kritisiert, dass die finanziellen Hilfen nicht ausreichen und nicht passgenau sind. Hier schloss sich die Wirtschaftsministerin einem Vorschlag aus Bayern an das Bundeswirtschaftsministerium an, bei den Kriterien für die „Überbrückungshilfe III“ nachzubessern.

Die Industrie und Handelskammer (IHK) Saarland begrüßte das Ergebnis. Die angekündigte Selbstverpflichtung der Branche sei „ein wegweisender Beitrag im Sinne des Fair Plays“, so Hauptgeschäftsführer Frank Thomé.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 13.01.2021 berichtet.

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