Ministerin Anke Rehlinger in der Pressekonferenz (Foto: SR)

Initiative will Strukturwandel im Saarland fördern

mit Informationen von Karin Mayer   04.08.2020 | 14:55 Uhr

Eine Initiative mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften will Impulse für den Strukturwandel im Saarland geben. Ins Leben gerufen wurde die "Strukturinitiative Saar" von Wirtschaftsministerin Rehlinger.

Das Saarland hinkt beim Wachstum hinterher - seit mehr zehn Jahren schon. Deshalb startet Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD) mit der Strukturwandelinitiative eine Art Weckruf. Arbeitgeber, Gewerkschaften und Politik sollen nun ein gemeinsames Programm ausarbeiten. Das Ziel: die Saarwirtschaft stärken.

Video [aktueller bericht, 04.08.2020, ab Minute 12:51]
Nachrichten

IHK: Unterstützung von außen und eigene mutige Schritte wichtig

Anke Rehlinger: "Es geht darum, sich auf die gemeinsamen Ziele zu verständigen"
Audio [SR 3, Interview: Renate Wanninger, 04.08.2020, Länge: 04:02 Min.]
Anke Rehlinger: "Es geht darum, sich auf die gemeinsamen Ziele zu verständigen"

Heino Klingen von der Industrie und Handelskammer sagte dem SR, das Saarland stehe vor großen Aufgaben, die es nicht alleine bewältigen könne. Beispielsweise müsse die Stahlindustrie auf Wasserstofftechnologie umgestellt werden. Wichtiges Thema sei auch: die Investitionsfähigkeit der Kommune wieder herzustellen.

Klingen betonte, dass das Land aber "auch mit eigenen mutigen Schritten spürbare Verbesserungen bei der Standortattraktivität" einleiten müsse. Unternehmerische Investitionen müssten sich wenigstens so gut rentieren wie in anderen Regionen. Gebe es hier keine Fortschritte, werde das Saarland seinen Wachstumsrückstand nicht wettmachen können.

"Aufholprozess" im Dienstleistungssektor nötig

Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitskammer, Thomas Otto, forderte, dass der vom Land geplante Beteiligungsfonds einer öffentlichen Kontrolle unterliegen müsse und Mitarbeiter ein Mitspracherecht bei der Mittelvergabe haben müssten.

Außerdem betonte Otto, dass neben der Sicherung der Arbeitsplätze in der Industrie auch ein Aufholprozess im Dienstleistungssektor bezüglich der Arbeitsverhältnisse und Bezahlung notwendig sei.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 04.08.2020 berichtet.

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