Finanzminister Peter Strobel (CDU). (Foto: IMAGO / Becker&Bredel)

Strobel begrüßt Einigung im Streit um Strafzölle

  31.10.2021 | 18:17 Uhr

Der saarländische Europaminister Peter Strobel hat die Einigung im Streit um Strafzölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte zwischen der EU und den USA positiv bewertet. Der CDU-Politiker sprach von einem wichtigen handelspolitischen Signal.

Nach den erbitterten Handelskonflikten unter Ex-US-Präsident Donald Trump stehen die Zeichen zwischen der EU und den USA auf Entspannung: Beide Seiten einigten sich am Wochenende auf die vorläufige Beilegung ihres jahrelangen Streits um US-Sonderzölle auf Stahl- und Aluminiumimporte.

Die Grundsatzeinigung sieht vor, dass aus den EU-Staaten künftig bestimmte Mengen an Stahl und Aluminium zollfrei in die USA exportiert werden dürfen. Die EU hebt dafür Sonderzölle auf US-Produkte wie Bourbon-Whiskey, Harley-Davidson-Motorräder und Jeans auf. Sie waren als Vergeltungsmaßnahme für die 2018 von Trump eingeführten Stahl- und Aluminiumzölle erlassen worden.

Strobel spricht von sehr guter Botschaft

Der saarländische Europaminister Peter Strobel (CDU) sprach von einem ganz wichtigen handelspolitischen Signal für ein enges Zusammenrücken von Europa und den USA im globalen Wettbewerb.

"Für unsere heimischen Stahlproduzenten ist das zweifelsohne eine sehr gute Botschaft", so Strobel. Sie zeige, dass die Regierung Biden auch tatsächlich mit der Vorgängerregierung breche und neue Wege gehe.

Die Bedeutung der Vereinbarung geht laut Strobel weit über die konkreten Folgen für die Unternehmen und ihre Exporte hinaus: "Es muss uns gelingen, gemeinsam mit den USA Wege zu finden, die deutlich klimaschädlicher produzierten Stahlimporte, etwa aus China, entsprechend zu bepreisen."

Strobel für gemeinsame Standards

Europäische und amerikanische Produzenten könnten einen Wettbewerb gegen subventionierten Stahl aus China, der nicht den künftigen Umweltstandards in der Produktion und der CO2-Minimierung unterliege, schlichtweg nicht gewinnen. Umso wichtiger sei es, diese Standards gemeinsam zu definieren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 31.10.2021 berichtet.

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