Ein Mann raucht eine Wasserpfeife udn bläst den Dampf aus (Foto: pixabay (CC0))

Strengere Regeln für Saarbrücker Shishabars

  08.09.2021 | 17:49 Uhr

In Saarbrücker Shishabars müssen künftig strenge Vorgaben zur Lüftung und zum Brandschutz eingehalten werden. Ein Verstoß kann für die Betreiber teuer werden.

Shishabars sind beliebt - und aus Sicht der Stadt Saarbrücken gehören sie in einer Großstadt auch zur Gastrokultur dazu. Der Besuch einer solchen Bar sollte aber sicher sein, insbesondere, weil durch die glühenden Kohlen auf den Shishas giftiges Kohlenmonoxid entsteht, dass bei falscher oder fehlender Belüftung der Gasträume schnell zur unsichtbaren Gefahr werden kann.

Wiederholte Verstöße festgestellt

Immer wieder seien bei Kontrollen in der Vergangenheit Verstöße gegen die zulässige Menge an Kohlenmonoxid festgestellt worden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Einige Betriebe seien hier mehrfach aufgefallen. Saarbrücken hat deshalb nun eine Allgemeinverfügung erlassen, damit die Behörden solche Verstöße auch sanktionieren können.

Entlüftung, CO-Melder und Warnschild an der Eingangstür

Diese Verfügung soll in zwei Wochen in Kraft treten. So lange bleibt Zeit für Nachrüstungen. Danach ist das Shisharauchen in Gaststätten grundsätzlich verboten - es sei denn, die Betreiber haben bestimmte Auflagen erfüllt. Dazu gehören zum Beispiel eine von einem Fachbetrieb oder Schornsteinfeger geprüfte Entlüftungsanlage, Kohlenmonoxid-Warnmelder in den Räumen und ein Feuerlöscher im Anzünde- und im Thekenbereich.

Außerdem müssen die Bars an der Eingangstür einen deutlichen Warnhinweis auf die Gesundheitsgefahr durch Kohlenmonoxid anbringen. Minderjährige dürfen gar nicht mehr in die Shishabars.

Bei Verstößen drohen Zwangsgelder von mindestens 1000 Euro.

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