Lehrerin mit zwei Mädchen (Foto: Imago / Mito)

Weniger Lehrer für die Nachmittagsbetreuung

  02.07.2019 | 11:16 Uhr

An freiwilligen Ganztagsschulen im Saarland werden nach den Sommerferien offenbar Lehrer aus der Hausaufgabenbetreuung abgezogen. Das hat das Bildungsministerium dem SR bestätigt.

Bildungsminister Ulrich Commerçon (SPD) kündigte an, dass jede Nachmittagsgruppe statt bislang fünf Stunden pro Woche nur noch mindestens zwei Lehrerstunden bekommen soll. Ein Teil der Lehrer, die bislang die Hausaufgabenbetreuung übernehmen, soll stattdessen im regulären Schulunterricht eingesetzt werden.

Schulen, die über genügend Lehrkräfte verfügten, könnten ihre Nachmittagsbetreuung auch bei fünf Stunden pro Woche belassen, hieß es aus dem Bildungsministerium. Dann müsste kein Unterricht ausfallen.

Länger andauernder Streit zwischen CDU und SPD

CDU-Politiker Frank Wagner sprach gegenüber der Saarbrücker Zeitung von einer Entscheidung des Bildungsministers im Alleingang. 80 Prozent der allgemeinbildenden Schulen seien betroffen.

Dabei gibt es schon seit längerem Streit zwischen dem SPD-geführten Bildungsministerium und dem CDU-geführten Finanzministerium um die Zahl der Lehrerstellen. Ursprünglich hatte Finanzminister Peter Strobel geplant, 106 Lehrerstellen einzusparen.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 02.07.2019 berichtet.

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