Zwei Busse des Saarländischen Verkehrverbundes (Foto: picture alliance/Oliver Dietze/dpa)

Streit um Corona-Prämie bei ÖPNV-Verhandlungen

  05.11.2020 | 16:09 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi lehnt das Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Saar über eine Corona-Sonderprämie von 300 Euro ab. Die Gewerkschaft fordert weiterhin 600 Euro. Sie hat dem KAV nun eine Frist gesetzt.

Die rund 1000 Beschäftigten bei den kommunalen Verkehrsbetrieben im Saarland hätten in der Pandemie unter erschwerten Bedingungen "erheblich zur Aufrechterhaltung des täglichen Lebens" beigetragen, sagte Verdi-Gewerkschaftssekretär Christian Umlauf. Man habe dem KAV eine Frist bis zum 10. November gesetzt.

Bis dahin sei auch in der Schwebe, ob die Manteltarifverhandlungen für die Beschäftigten ausgesetzt werden sollen. Verdi hatte dem KAV vorgeschlagen, wegen der Corona-Pandemie die Verhandlungen bis zum 31. Mai 2021 pausieren zu lassen. Ursprünglich sollte am 9. November die dritte Verhandlungsrunde stattfinden. "Aber man setzt nichts aus, wenn man nichts bekommt", sagte Umlauf.

Arbeitgeber verweisen auf Einnahmeverluste

Andere Bundesländer zahlten 600 Euro, Bremen sogar 1100 Euro als Sonderprämie für den pandemiebedingten Einsatz. Die Beschäftigten im Saarland dürften nicht leer ausgehen.

Der KAV teilte mit, aufgrund der eingebrochenen Fahrgastzahlen und Einnahmen der Nahverkehrsbetriebe sei eine Prämie von 600 Euro nicht finanzierbar. Die Arbeitgeber böten daher eine einmalige Prämie von 300 Euro an. Ursprünglich hatte der KAV 200 Euro angeboten. Verdi hatte den Manteltarifvertrag zum 30. Juni dieses Jahres gekündigt. 

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.11.2020 berichtet.

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