Die Linke (Foto: dpa)

Streit um veröffentlichte Beitragszahlungen

Thomas Gerber   31.07.2018 | 06:45 Uhr

Der parteiinterne Streit bei den Saar-Linken beschäftigt nun auch das Unabhängige Datenschutzzentrum. Zwei Parteimitglieder haben die Behörde eingeschaltet, weil der Landesschatzmeister die Höhe ihrer Mitgliedsbeiträge öffentlich gemacht hatte.

Beschwerdeführer beim Landesdatenschutzzentrum sind der Malstatter Linkenchef Thomas Schaumburger und der kürzlich aus dem Landesvorstand zurückgetretene Ex-Betriebsrat Elmar Seiwert. Sie hatten ihre monatlichen Mitgliedsbeiträge auf zwei beziehungsweise sechs Euro reduziert, nachdem der ebenfalls zurückgetretene Landesgeschäftsführer Leo Stefan Schmitt in einem Brandbrief auf Missstände bei der Mitgliederverwaltung hingewiesen hatte.

Schatzmeister Manfred Schmidt hatte die Beitragsreduzierungen parteiintern öffentlich gemacht, Schaumburgers zwei-Euro-Monatsbeitrag hatte er gar in einem wütenden Facebook-Eintrag ins world-wide-web gestellt. Für Schaumburger und Seiwert ein klarer Verstoß gegen den Datenschutz, der geahndet werden müsse.

Schatzmeister Schmidt wollte sich zu den Vorwürfen auf SR-Anfrage nicht äußern, sprach von "Querulanten", die der neuen Lutze Mehrheit bei den Saarlinken Steine in den Weg legen wollten. Wer da die Drähte im Hintergrund ziehe, sei klar - einen Namen wollte Schatzmeister Schmidt zwar nicht nennen, aber gemeint war Genosse Lafontaine.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 31.07.2018 berichtet.

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