Logo der Uniklinik Homburg (Foto: Pasquale D'Angiolillo)

Streik am UKS abgewendet

  19.10.2018 | 16:43 Uhr

Der Streit um Entlastung am Universitätsklinikum des Saarlandes ist beigelegt. Die Mitglieder der Gewerkschaft Verdi haben dem Verhandlungsergebnis der Tarifparteien mehrheitlich zugestimmt. Kern der Vereinbarungen sind zunächst 145 zusätzliche Stellen, die am UKS in Homburg geschaffen werden.

Interview: "Ein Krankenhaus hat jetzt den Anfang gemacht"
Audio [SR 3, Interview: Gerd Heger, 19.10.2018, Länge: 02:40 Min.]
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Wie die Gewerkschaft mitteilte, folgten insgesamt 79,1 Prozent der 5000 Befragten der Empfehlung der Tarifkommission und nahmen die Vereinbarung an. 20,4 Prozent lehnten die Einigung ab und wollten für ein besseres Ergebnis streiken. 0,5 Prozent der Stimmen waren ungültig. Damit ist die Auseinandersetzung um einen Tarifvertrag Entlastung am UKS beendet. Am 24. Oktober wird die Vereinbarung nach Verdi-Angaben von den Parteien öffentlich in Homburg unterschrieben.

145 zusätzliche Stellen

"Das Verhandlungsergebnis ist auf eine beachtliche Zustimmung gestoßen", sagt der zuständige Verdi-Landesfachbereichsleiter Frank Hutmacher. Inhaltlich wird nach Gewerkschaftsangaben unter anderem eine Regelbesetzung festgelegt, 145 zusätzliche Stellen müssen geschaffen werden. Ein Konsequenzen-Management bei Unterschreitung der Sollbesetzung werde ebenfalls eingeführt. Der Einstieg in „Keine Nacht allein!“ sei erreicht.

„Ob das erkämpfte Ergebnis auch den gewünschten Erfolg bringt, wird von der Umsetzung abhängen“, sagte Michael Quetting. Der Vorstand sollte die Skepsis der Kolleginnen und Kollegen nicht unterschätzen. Wichtig sei nun, dass die Entlastung bei den Kolleginnen ankomme. Nach Ansicht von Verdi werden bessere Arbeitsbedingungen nur dann eingehalten, wenn alle an der Umsetzung arbeiten.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten vom 19.10.2018 berichtet.

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