Der Bundestagsfraktionschef der Linken Dietmar Bartsch (Foto: IMAGO / Christian Thiel)

Streit der Saar-Linken schlägt Wellen bis Berlin

  08.06.2021 | 18:09 Uhr

Im Streit der Saar-Linken meldet sich nun auch der Bundestagsfraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, zu Wort. Zuvor hatte Oskar Lafontaine als Fraktionsvorsitzender des Saarlandes von einer Wahl der Linken abgeraten. Bartsch kritisiert Lafontaines Herangehensweise und wünscht sich eine einvernehmliche Lösung.

Bis nach Berlin ist der Streit bei den Linken im Saarland mittlerweile vorgedrungen. Auch nach der Wiederwahl von Thomas Lutze zum Spitzenkandidaten beim Parteitag am Wochenende waren die Stimmen aus dem Lafontaine-Lager nicht verstummt, die einen Rücktritt Lutzes forderten.

Video [aktueller bericht, 08.06.2021, Länge: 2:13 Min.]
Bundespartei kritisiert Lafontaines Verhalten

Linken-Fraktionschef im Saarland, Oskar Lafontaine, kündigte an, bei der kommenden Bundestagswahl die Linke im Saarland nicht zu unterstützen. Er rät davon ab, die Partei mit der Zweitstimme zu wählen.

Bartsch wünscht sich "einvernehmliche Regelung"

Daraufhin kommt nun Kritik aus Berlin: Bundestagsfraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, kritisierte Oskar Lafontaine in Berlin für seine Herangehensweise. Er habe viel zu viel für die Partei getan, ohne ihn würde es die Linke in dieser Form nicht geben.

Deshalb sei es wichtig, dass Oskar Lafontaine die Linke im Saarland selbst wählt und einen Beitrag dazu leiste, dass das Ergebnis bei der Bundestagswahl entsprechend hoch ist. „Ich wünsche mir, dass es zeitnah eine einvernehmliche Regelung zwischen allen Konfliktparteien gibt.“

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 08.06.2021 berichtet.

Push-Nachrichten von SR.de
Benachrichtungen können jederzeit in den Browser Einstellungen deaktiviert werden.

Datenschutz Nein Ja