Hochgeschwindigkeitszüge der französischen SNCF stehen wegen des Streiks im Bahnhof. (Foto: dpa/Claude Paris)

Weitere Bahnstreiks in Lothringen

Mit Informationen von Lisa Huth   06.12.2019 | 08:22 Uhr

In Frankreich wird auch heute gestreikt. Die Gewerkschaftsmitarbeiter der SNCF haben am Donnerstag dafür gestimmt, den Streik fortzuführen. Dieser hat auch Auswirkungen auf Lothringen. Aber auch bei der Saabahn muss mit Einschränkungen gerechnet werden.

Frankreichs "schwarze Tage" dauern an
Audio [SR 2, Sabine Wachs, 06.12.2019, Länge: 03:20 Min.]
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Die Wucht der Streikenden wird nicht nachlassen: 90 Prozent der TGVs und 80 Prozent der Regionalzüge sind gestrichen. In Lothringen läuft der wichtigste Berufsverkehr zwischen Metz und Luxemburg. Darum werden fast alle der wenigen Züge, die fahren, auf dieser Strecke eingesetzt. Das bedeutet für die anderen Bahnhöfe: geschlossene Schalter, menschenleere Wartehallen, genau wie am ersten Streiktag.

In Krisensitzungen in ganz Lothringen haben die Städte und die SNCF mit Privatunternehmen verhandelt, um Ersatzbusse zu requirieren – mehr als 100 Busse werden eingesetzt. Das heißt: Wer Glück hat, kann mit dem Bus statt mit dem Zug zur Arbeit fahren.

Einschränkungen im Saarbahn-Verkehr

"Tickets nach Paris erst mal nicht umtauschen"
Audio [SR 3, Interview: Michael Friemel / Lisa Huth, 06.12.2019, Länge: 03:15 Min.]
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Laut Saarbahn hat der Streik der französischen Staatsbahn SNCF auch Auswirkungen auf den Saarbahn-Verkehr von und nach Sarreguemines. So könnten von heute Abend um 21.00 Uhr bis Samstagmorgen um 6.00 Uhr sowie zwischen Samstagabend 21.00 Uhr und Sonntagmorgen 7.00 Uhr die Saarbahn-Züge nicht in den Bahnhof von Sarreguemines einfahren. Dann fährt die Saarbahn nur von beziehungsweise bis Hanweiler.

Protest gegen geplante Rentenreform

Der Ausstand richtet sich gegen die geplante Rentenreform von Frankreichs Präsident Macron. Der Streik ist als "unbegrenzt" angekündigt worden. Frankreichreisende müssen also auch in den folgenden Tagen mit Behinderungen rechnen.

Über dieses Thema berichteten auch die SR-Hörfunknachrichten am 05.12.2019.

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