Ein Pendler verlässt den Bahnhof Gare de l'Est mit seinem Fahrrad. (Foto: Michel Euler/AP/dpa)

Streiks in Frankreich gehen weiter

Lisa Huth / Onlinefassung: Axel Wagner   15.12.2019 | 09:06 Uhr

Reisende von und nach Frankreich müssen auch am Sonntag mit Behinderungen rechnen. So wird der Streik bei der SNCF unvermindert fortgesetzt. Die Gelbwesten haben ebenfalls zu Protesten aufgerufen.

Wer nach Lothringen fährt, hat große Chancen, dass etwa am Cora in Forbach, in Thionville oder in Saint Avold Gelbwesten an den Ausfallstraßen der Kreisel Autoreifen verteilen, so dass kein Durchkommen ist – oder nur über Schleichwege. Mit dem Streik protestieren die Franzosen vor allem gegen die Rentenreform-Pläne von Präsident Emmanuel Macron.

Fast keine Regionalzüge

Wer auf den Zug umsteigen möchte, hat doppeltes Pech: Außer auf der Achse Nancy-Metz-Luxemburg fahren in ganz Lothringen keine TER-Regionalzüge. Laut SNCF werden auch keine Ersatzbusse gestellt. Allerdings fahren laut Fahrplan der Saarbahn die Buslinie 30 nach Forbach sowie die Linie 1, also die Straßenbahn der Saarbahn, bis Saargemünd.

Die Autobahn dürfte frei sein, allerdings gab es diese Woche etwa Blockaden bei Carling mit Rückstaus bis auf die Autobahn kurz vor der Mautstelle Saint Avold. Weiterhin fallen alle TGV/ICE-Züge nach Paris aus. Die Kosten für die Tickets werden erstattet.

Wer es nun bis auf die Weihnachtsmärkte nach Metz geschafft hat, hat Glück: In Metz fahren die Busse. Für den Fall, dass die Streiks über Weihnachten fortgesetzt werden, will die SNCF kommende Woche einen Notfallplan herausgeben.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 14.12.2019 berichtet.

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