AOK - Die Gesundheitskasse (Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Thomas Dinges)

Verdi ruft AOK-Beschäftigte zum Streik auf

  22.02.2022 | 17:52 Uhr

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der gesetzlichen Krankenkasse AOK am Dienstag bundesweit zum Warnstreik aufgerufen. Damit sollte der Druck auf die Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen erhöht werden. Verdi fordert mehr Gehalt für die Beschäftigten.

Im Tarifkonflikt um die Erhöhung der Gehälter für die Beschäftigten bei der gesetzlichen Krankenkasse AOK wollte die Gewerkschaft Verdi den Druck auf die Arbeitgeber durch einen erneuten Warnstreik erhöhen.

Deshalb hatte die Gewerkschaft die Beschäftigten von AOK und der zugehörigen ITS Care, ein IT-Dienstleister für die AOK, am Dienstag bundesweit zum Streik auf, auch im Saarland.

Virtueller Streik

Der Warnstreik fand wegen der Coronapandemie virtuell statt. Insgesamt 3500 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind im Saarland und in Rheinland-Pfalz von den Tarifverhandlungen betroffen.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Erhöhung von 5,9 Prozent und mindestens 200 Euro, für Auszubildende 150 Euro.

Bisher keine Einigung

Die bisherigen Angebote der Arbeitgeber waren für die Gewerkschaft nach eigenen Angaben nicht zufriedenstellend. Demnach sei von der Seite bisher nur eine einmalige Zahlung im März 2022 von 1000 Euro für Tarifbeschäftigte und 400 Euro für Auszubildende angeboten worden.

Zudem sei in dem Angebot eine prozentuale Erhöhung der Vergütung erst im Dezember 2022 vorgesehen – 1,7 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Die Tarifverhandlungen werden am Mittwoch und Donnerstag in vierter Runde fortgesetzt. Für Mittwoch hat auch die Gewerkschaft der Sozialversicherung GdS die AOK-Mitarbeiter zum Warnstreik aufgerufen.

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