Eine Straßenwalze auf einer Baustelle (Foto: dpa)

Anrainer müssen tief in die Tasche greifen

Eva Lippold   01.07.2019 | 19:26 Uhr

Gute Straßen - unter diesem Titel läuft ein Investitionsprogramm des Landes zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur. Am Montag ging es mit der Sanierung der Durchgangsstraße in Wadern-Lockweiler los. Allerdings finden das viele Anrainer gar nicht gut.

Durch den Ortsteil Lockweiler verläuft die L 148 unter dem Namen Prims- beziehungsweise Sporwaldstraße. Auf einer Länge von rund 1,3 Kilometern werden Fahrbahn, Versorgungsleitungen und Gehwege erneuert. Das Investitionsvolumen beträgt über vier Millionen Euro.

Video [aktueller bericht, 01.07.2019, Länge: 2:44 Min.]
Programm „Gute Straßen“ in Wadern-Lockweiler gestartet

Kosten von bis zu 40.000 Euro

"Gute Straßen": Spatenstich in Lockweiler
Audio [SR 3, Stephan Deppen, 01.07.2019, Länge: 03:10 Min.]
"Gute Straßen": Spatenstich in Lockweiler

Eine notwendige, in dem Ausmaß sinnvolle und für das Ortsbild vorteilhafte Baumaßnahme, so Waderns Bürgermeister Kuttler, kürzlich zum SR. Das sehen die meisten Anlieger der betroffenen Straße ganz anders. Die Baumaßnahme sei überdimensoniert, und nicht alles notwendig - etwa die Stromversorgung komplett unter die Erde zu verlegen. Anlieger würden mit wenigen bis 40.000 Euro zur Kasse gebeten - Geld, das dann eben nicht in den Erhalt der Immobilien gesteckt werden könne.

Am Ende gebe es dann eine sanierte Straße, aber kein schöneres Ortsbild. Das Programm "Gute Straßen" war 2018 aufgelegt worden und umfasst über 50 Sanierungsvorhaben im vorhandenen Straßennetz.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 01.07.2019 berichtet.

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