Mitarbeiter in einem Industriebetrieb (Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Monika Skolimowska)

Trübe Stimmung in der Saar-Wirtschaft

Jan Henrich   25.07.2022 | 13:18 Uhr

Der Ukraine-Krieg und ein drohender Gasmangel wirken sich weiterhin negativ auf die Stimmung der saarländischen Wirtschaft aus. Laut einer IHK-Umfrage rechnen viele Betriebe mit schlechteren Geschäften.

Zwar hatte sich die Lage im Dienstleistungssektor im vergangenen Monat erholt, die schwächere Entwicklung im Industriebereich drückt allerdings das Stimmungsbild in der saarländischen Wirtschaft insgesamt nach unten.

Trübe Aussichten

Verschlechtert haben sich laut der aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) zudem die Aussichten für die kommenden sechs Monate. Der sogenannte Erwartungsindikator verzeichnet den fünften Rückgang in Folge. Nur noch sieben Prozent der befragten saarländischen Betriebe rechnen mit besseren, 20 Prozent dagegen mit schlechteren Geschäften.

Die Liste der Probleme für die Saar-Wirtschaft werde immer länger, so IHK-Hauptgeschäftsführer Frank Thomé. Neben den seit Monaten andauernden  Belastungen mit Blick auf Lieferketten und Personalengpässen, drohe nun wegen der jüngsten Preissteigerung und des Zinsanstiegs auch noch ein Dämpfer auf der Nachfrageseite.

Rezession im Fall von Gasmangel möglich

Solle zudem der Fall eintreten, dass keine hinreichende Gasversorgung sichergestellt sei, müsse spätestens in den Wintermonaten mit einer Rezession gerechnet werden, so Thomé.

Engpässe auf dem Gasmarkt dürften im Rahmen einer möglicherweise ausgerufenen Notfallstufe nicht einseitig zulasten der Wirtschaft gelöst werden. Die IHK forderte die Politik daher auf, bestehende Schutzklauseln neu zu definieren.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten vom 25.07.2022 berichtet.

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