Das Steag-Kohlekraftwerk Weiher in Quierschied. (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Kraftwerke Weiher und Bexbach vor endgültiger Stilllegung

Karin Mayer / Yvonne Schleinhege   02.02.2021 | 16:50 Uhr

Der Steag-Konzern will seine Kraftwerke in Quierschied und Bexbach endgültig stilllegen. Dies hat er bei der Bundesnetzagentur angemeldet. Bislang lag nur eine Anmeldung zu einer vorläufigen Stilllegung vor.

Steag will Kraftwerke Weiher und Bexbach endgültig schließen
Audio [SR 3, Yvonne Schleinhege, 02.02.2021, Länge: 00:34 Min.]
Steag will Kraftwerke Weiher und Bexbach endgültig schließen

Es ist in erster Linie ein Schachzug von Steag: Denn jetzt müssen der Netzbetreiber Amprion und die Bundesnetzagentur prüfen, ob die Kraftwerksstandorte Weiher und Bexbach weiterhin gebraucht werden. Das haben beide in den vergangenen Jahren mehrfach geprüft und kamen zu dem Schluss: Beide Steinkohlekraftwerke sind systemrelevant.

Steag setzt auf Systemrelevanz

Bei Netzschwankungen und bei Strombedarf kann der Netzbetreiber die Anlagen einsetzen. Dafür bezahlt er die Kraftwerkskosten, aber nicht komplett, betont ein Steag-Sprecher. Verhindert der Netzbetreiber nun die endgültige Stilllegung, bedeutet das höhere Einnahmen für Steag. Der Energiekonzern erwartet nämlich, dass Weiher und Bexbach mit 230 Beschäftigten bis 2026 weiter gebraucht werden.

Hintergrund

Die beiden Steinkohlekraftwerke Weiher 3 und Bexbach sind seit 2017 im Reservebetrieb. Sie werden vom Übertragungsnetzbetreiber Amperion angefordert, um im Bedarfsfall das Stromnetz zu stützen und die Versorgung zu sichern. Im vergangenen Jahr waren die beiden Blöcke nach Steag-Angaben 21 Mal gefordert. Bislang lag nur eine Anmeldung zu einer vorläufigen Stilllegung der beiden Blöcke vor.

Über dieses Thema haben auch die SR-Hörfunknachrichten am 02.02.2021 berichtet.

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