Das Steag-Kohlekraftwerk Weiher in Quierschied. (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Steag will im Saarland 400 Stellen abbauen

  01.10.2020 | 07:12 Uhr

Der Kraftwerksbetreiber Steag will mittelfristig rund 400 Arbeitsplätze im Saarland abbauen – deutschlandweit insgesamt 1000. Grund sei die Abschaltung älterer Steinkohlekraftwerke und eine stärkere Fokussierung auf erneuerbare Energien.

An den beiden Standorte Bexbach und Quierschied soll der Abbau nicht sofort, sondern im Zeitraum bis spätestens 2027 erfolgen, teilte ein Konzernsprecher dem SR mit. Beide Kraftwerke werden derzeit noch als systemrelevant eingestuft. Beim Werk in Völklingen-Fenne ist der genaue Zeitpunkt unklar.

Steag teilte weiter mit, man bemühe sich, den Arbeitsplatzabbau sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen zu gestalten. Derzeit beschäftigt der Konzern deutschlandweit etwa 3500 Mitarbeiter. Rund 1000 dieser Stellen sollen wegfallen.

Steinkohlekraftwerke müssen schrittweise vom Netz

Seit Inkrafttreten des Gesetzes zur Beendigung der Kohleverstromung stehe fest, dass Steag in den nächsten Jahren die meisten seiner Steinkohlekraftwerke in Deutschland schrittweise vom Netz nehmen müsse. Stattdessen will sich das Unternehmen künftig auf ganzheitliche Energielösungen und das Geschäft mit erneuerbaren Energien konzentrieren.

Drei Bauvorhaben an Wärmekraftwerken im Saarland werden durch die Bundesnetzagentur geföldert. Sie sollen dafür sorgen, dass die Kraftwerke künftig deutlich weniger CO2-Emissionen verursachen.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 01.10.2020.

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