STEAG-Kraftwerk in Völklingen-Fenne (Foto: STEAG/Pressefoto)

Steag: Steinkohlekraftwerke werden benachteiligt

Karin Mayer / Online-Fassung: David Differdange   29.04.2020 | 19:00 Uhr

Der Energiekonzern Steag sieht die Betreiber von Steinkohle-Kraftwerken beim Kohleausstieg benachteiligt. Die Kraftwerke müssen acht Jahre früher vom Netz gehen als Braunkohlekraftwerke und bekommen weniger Entschädigungen.

Steinkohlekraftwerke müssen in Deutschland 2030 vom Netz gehen, Braunkohlekraftwerke erst 2038. Die Betreiber von Steinkohlekraftwerken bemängeln zudem eine Ungleichbehandlung, die in höheren Entschädigungen für die Betreiber von Braunkohlekraftwerken resultiert.

Darüber beschwert sich auch der Vorsitzende der Steag-Geschäftsführung Joachim Rumstadt. Der Konzern behalte sich vor, gegen den Ausstieg aus der Kohleverstromung zu klagen, sollte die Bundesregierung die Einwände der Kraftwerksbetreiber nicht berücksichtigen.

Steag muss Umsatzprognose wegen Corona korrigieren

Im Saarland betreibt die Steag drei Steinkohlekraftwerke in Fenne, Weiher und Bexbach. Zwei davon werden derzeit nur als Netzreserve genutzt. Aufgrund der geringen Auslastung der Kraftwerke ist der Umsatz von Steag im vergangenen Jahr auf 2,1 Milliarden Euro gesunken. Im Vorjahr waren es noch 2,9 Milliarden Euro.

Das Konzernergebnis stieg dennoch auf 132 Millionen Euro nach Steuern. Grund dafür sind Einmaleffekte. Die Prognose für 2020 muss die Steag wegen der Corona-Krise korrigieren. Weder Umsatz- noch Ergebnisentwicklung sind derzeit vorhersehbar.

Über dieses Thema berichteten die SR-Hörfunknachrichten am 29.04.2020.

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