STEAG-Kraftwerk in Völklingen-Fenne (Foto: STEAG/Pressefoto)

Steag-Konzern erwartet Verluste in Kraftwerkssparte

Karin Mayer   27.09.2019 | 13:02 Uhr

Die Lage der Kohlekraftwerke ist seit Jahren schwierig. Erneuerbare Energien haben Vorrang im Netz. Also verdienen die Kohlekraftwerke seltener Geld. In diesem Jahr erwartet der Steag-Konzern deshalb Verluste in der Kraftwerkssparte.

Die Kohlekraftwerke verlieren weiter Marktanteile am Strommarkt. Dafür sorgen seit diesem Jahr auch die Gaskraftwerke. Weil der Gaspreis niedrig ist, ersetzen sie zunehmend Kohlestrom.

Steag erwägt Gaskraftwerke im Saarland
Audio [SR 3, Karin Mayer, 27.09.2019, Länge: 03:21 Min.]
Steag erwägt Gaskraftwerke im Saarland

Der Betriebsratsvorsitzende der Steag im Saarland, Andreas Detemple, sagte dem SR, mit den Kohlekraftwerken sei im Moment kein Geld zu verdienen. Das gefährde zunehmend auch die Standorte. Am Kraftwerk Fenne habe die Belegschaft deshalb Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren. Der Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Hagemeier fordert deshalb ein Anpassungsgeld für Steinkohlebeschäftigte.

Die Steag-Geschäftsführung sieht dennoch Chancen für die Kraftwerksstandorte. Der Vorsitzende der Geschäftsführung Joachim Rumstadt sagte dem SR, es sei möglich, Gaskraftwerke anstelle der Kohlekraftwerke zu betreiben. Der Bau neuer Kraftwerke sei aber nur mit staatlicher Förderung möglich. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) will sich dafür einsetzen, dass die regionale Energieerzeugung erhalten bleibt.

Über dieses Thema hat auch die SR3-Rundschau vom 27.09.2019 berichtet.

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