Das Steag-Kohlekraftwerk Weiher in Quierschied. (Foto: Alexander M. Groß/SR)

Kraftwerke zur vorläufigen Stilllegung angemeldet

  29.04.2019 | 13:01 Uhr

Das Energieunternehmen Steag hat seine beiden saarländischen Kraftwerke Bexbach und Weiher bei der Bundesnetzagentur erneut zur vorläufigen Stilllegung angemeldet. Wie Steag mitteilte, wurde das Verfahren formal eingeleitet, um gesetzliche Fristen einzuhalten.

Video [aktueller bericht, 29.04.2019, ab Min. 13:08]
Nachrichten

Den Angaben zufolge bleiben beide Kraftwerke trotz des Antrages bis Ende April nächsten Jahres systemrelevant. Die Bundesnetzagentur müsse jetzt entscheiden, ob die Systemrelevanz über den 30. April 2020 hinaus bestehe. Andernfalls würden die Kraftwerke ab Mai 2020 vorläufig vom Netz genommen.

Beide Kraftwerke wurden zwischen Dezember und Februar dreimal angefordert, um das Stromnetz zu stabilisieren.

Wasserstoffproduktion soll getestet werden

Am Kraftwerksstandort Völklingen-Fenne will der Energieerzeuger die Produktion von Wasserstoff testen. Nach Angaben des Unternehmens wird dabei Strom aus Wind und Sonne genutzt, um in einem Elektrolyseverfahren Wasser aufzuspalten. Der Wasserstoff kann anschließend als Ersatz für fossile Brennstoffe genutzt werden. Dadurch wird CO2 eingespart.

Bei dem Projekt will STEAG mit den saarländischen Forschungsinstituten DFKI und IZES zusammenarbeiten. Die Entscheidung über eine mögliche Förderung des Projekts fällt voraussichtlich Ende Juni.

Über dieses Thema wurde auch in der SR 3-Rundschau vom 29.04.2019 berichtet.

Artikel mit anderen teilen