Eine Mitarbeiterin montiert eine Plakette mit dem Ford Logo (Foto: dpa/Oliver Berg)

Ford-Werk bis 2024 gesichert

mit Informationen von Karin Mayer und Lars Ohlinger   29.03.2019 | 14:55 Uhr

Das Ford-Werk in Saarlouis kann den Focus bis 2024 bauen. Künftig sollen dort auch Hybrid-Modelle gefertigt werden. Der Betriebsrat sieht den Standort allerdings noch nicht langfristig gesichert.

Der Focus bekommt ein sogenanntes "Facelift" - wird also optisch und technisch überarbeitet. Das hat der Aufsichtsrat des Autoherstellers beschlossen und dafür Investitionen in Höhe von 210 Millionen Euro genehmigt. Ein Unternehmenssprecher bestätigte dem SR, dass der Focus Hybrid und auch die elektrische Variante des Modells in Saarlouis gebaut werden sollen. Am kommenden Dienstag werden in Amsterdam verschiedene Hybrid-Modelle von Ford vorgestellt, auch der Ford Focus EcoBoostHybrid.

Video [aktueller bericht, 29.03.2019, Länge: 1:47 Min.]
Unsicherheiten beim Ford Werk-Saarlouis

Um den Standort profitabler zu machen, wird die Produktion des C-Max im Juni 2019 eingestellt. Der Standort Saarlouis verliert dadurch die Nachtschicht. Insgesamt gehen 1600 Arbeitsplätze verloren. Ford-Chef Gunnar Hermann sagte, damit seien wichtige Entscheidungen getroffen, um die Zukunft von Ford in Deutschland und Europa zu sichern.

Standort noch nicht langfristig gesichert

Video [aktueller bericht, 29.03.2019, Länge: 3:51 Min.]
Interview mit Markus Thal über die Pläne für das Ford-Werk in Saarlouis
Markus Thal, Betriebsrat-Vorsitzender des Ford-Werks Saarlouis spricht im Interview über die Pläne für das Auto-Werk nach 2024.

Der Betriebsratsvorsitzende Markus Thal weist darauf hin, dass der Standort damit noch nicht langfristig gesichert ist. Der Betriebsrat werde sich deshalb weiter dafür einsetzen.

Ford will das Europageschäft rentabel aufstellen. Zuletzt hatte der Konzern dreistellige Millionenverluste eingefahren. In Russland, Großbritannien und Frankreich hat der Autohersteller bereits weitere Einschnitte angekündigt.

Über dieses Thema wurde auch in den Hörfunknachrichten des SR vom 29.03.2019 berichtet.

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